Freitag, 23. Januar 2009

Aus der Reihe "Deppen wie wir" - Sonderausgabe heute: Guido Westerwelle - Fachmann für Staatsbankrotte

- Folge 10 -

Halbwegs deflationäre Zeiten vermindern die Staatseinnahmen. So, das ist erst einmal Fakt. Weiterhin vermindern Steuersenkungen wie das Reduzieren der Mehrwertsteuer a là Guido Westerwelle, Oberleithammel der FDP-Horde, die Staatseinnahmen ebenso erheblich. Das ist auch Fakt.

Widmen wir uns nun einmal etwas näher der deutschen Politik:

Man schrieb den Anfang des Jahres 2009. Da war einmal ein klugscheißender FDP-Generalsekretär, der wollte in Deutschland zwar einen starken Staat zur Rettung FDP-wählender Großanleger und Großinvestoren, aber ansonsten nur Staatsausgaben reduzieren, reduzieren und nochmals reduzieren wie ein Deflationskönig. Seine Partei gewann eine Landtagswahl und sprühte nur so vor Kraft. Und Dummheit, wie sich zeigen sollte:

Dass man von anderen lernen kann, das ist jedermann bekannt und auch Fakt. Den Großkopferten der marktliberalen FDP-Bonzen und deren Fangemeinde sollte diese Tatsache wohl bekannt sein. Sie hätten um die sehr aktuelle Geschichte eines nahe liegenden Königreiches, nämlich die des Königreiches Großbritannien wissen müssen.

Dieses Königreich hatte ähnliche Deflations- und Krisenprobleme wie unser Heimatland Deutschland. Und in diesem vereinigten Königreich bediente man sich des gleiches Heilmittels, welches Guido und seine Getreuen favorisisierten. Die Politikritter unter der Führung Gordon Browns senkten die Mehrwertsteuer. Sie waren dabei sehr erfolgreich; leider aber anders als sie dachten, die marktliberalen Zauberlehrlinge. Die Krise gibt es immer noch, sie ward schlimmer und schlimmer, und dazu zeichnet sich auch noch die Zahlungsunfähigkeit des Königreiches ab.

Und jetzt zu Ihnen, liebe Leser: Die Zahlungsunfähigkeit eines Staats heißt - na, wie wohl? - Staatsbankrott. Richtig!

Herr Westerwelle, extra für Sie hier noch ein paar Zitate aus einem höchst aktuellen Telepolis-Artikel:
Erwartet wird deshalb, dass die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) nach Spanien mit Großbritannien alsbald dem zweiten großen EU-Land Vertrauen in die Kreditwürdigkeit entziehen wird, womit die Neuverschuldung für langfristige staatliche Anleihen noch teurer wird. Das ist fatal angesichts der explodierenden Schulden.

[...]

Immer deutlicher wird allgemein vor einem Staatsbankrott gewarnt. Der renommierte Hedge Fonds Manager Jim Rogers rief die Anleger dazu auf, alles zu verkaufen, was sie in Pfund halten. Die Regierung verleugne die Realität, warnte er: "It's finished. I hate to say it, but I would not put any money in the UK."

Er steht mit seiner Ansicht nicht alleine. Willem Buiter nennt längst die britische Hauptstadt das Reykjavik an der Themse.

[...]

Doch ob der IWF, der selbst neue Finanzmittel fordert, die Mittel zur Stützung Großbritanniens hat, darf bezweifelt werden. Buiter wirbt seit langem dafür, den Euro einzuführen, um Schlimmeres zu vermeiden.

Könnte jemand Guido Westerwelle, dem Fachmann für Staatbankrotte, bitte diesen Weblogeintrag direkt unter seine Nase halten? Wenn Herr Jörg-Uwe Hahn diese Zeilen lesen würde, das wäre auch nicht schlecht.

Übrigens, zum Mehrwertsteuerabsenkungsvorhaben (So ein Wortungetüm passt zur FDP) habe ich schon zweimal Stellung bezogen: Internet-Verweis I und Internet-Verweis II. Irgendwie komisch: Sind diese FDP-Politiker nicht, sind sie wirklich nicht lernfähig? Wählerauftrag: Bitte zukünftig abwählen!

Nachtrag zur Hessenwahl: Das hohe Abschneiden der FDP läßt sich für mich nur auf große Volkverdummung zurückführen. Aber was will ich über die FDP meckern, wenn ich mir das CDU-Anhängsel SPD anschaue. Da gibt es nur zwei tautologische Alternativen: Sich übergeben oder kotzen, das sind die Entscheidungsalternativen, gäbe es nicht eine angefeindete und unterschätzte fünfte Partei im hessischen Landtag...

...Depperte Wähler, drauf komme müßts scho selbst. Aber noch ist nicht aller Tage Abend,

schönes Wochenende!

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