Montag, 6. Juli 2009

Honduras

Folgender Text der Telepolis-Online-Ausgabe <Link korrigiert, 2009-07-07, 15.36 CEST> ist zitierenswert:

"... Die Putschisten haben mit Hilfe des Militärs und der Polizei ein Referendum verhindert, bei dem es nicht um die Herstellung einer Diktatur ging, wie es von den Putschisten dargestellt wird, sondern um die Einberufung einer verfassungsgebenden Versammlung, die ähnlich wie in Bolivien oder Ecuador die Grundlagen für eine sozial gerechtere Gesellschaft schaffen und vermutlich auch sichern sollte, dass er für eine zweite Amtszeit gewählt werden kann. Wie in den anderen Ländern kam es auch in Honduras zu Demonstrationen der Anhänger von Zelaya und Protesten der reicheren Schichten des Landes, die das verhindern wollten. Das Oberste Gericht hatte schließlich das Referendum als illegal bezeichnet. Zelaya, dessen Popularität nicht mehr sonderlich hoch war, wollte es aber dennoch durchführen, ohne eine legale Grundlage dafür zu haben. Die Entlassung des obersten Kommandeurs der Streitkräfte, die das Oberste Gericht wiederum als illegal verurteilte, hatte dann wohl endgültig den Militärputsch ausgelöst. Eine demokratische Lösung wäre freilich eine Amtsenthebung durch das Parlament gewesen, das nach dem Putsch jedoch einen angeblichen Rücktrittsbrief des Präsidenten angenommen [extern] hat, den dieser aber nicht geschrieben haben will, um dem Putsch einen rechtmäßigen Anschein zu geben und einen neuen Präsidenten einzusetzen..."

Ich frage mich, was selbst renommierte Redaktionen wie die Der-Tag-Redaktion des HR-Programmes h2-kultur zur Produktion von falschem Mist veranlasst? Stecken da irgendwelche Geheimdienste dahinter? Wollen konservative CIA-Kreise Barack Obama ans Bein pinkeln? Fragen wird man ja in unserer Bananenrepublik noch stellen dürfen...

Weiterlesen ...


Was 2007 schon bekannt war... Ihre mentale Vorbereitung zur Bundestagswahl 2009

Einfach nur genießen:

Weiterlesen ...


Samstag, 4. Juli 2009

Dr. Karen Horn und die Yucca-Palme

Und wieder gilt es eine Wissenslücke zu schließen. Von Frau Dr. Karen Horn haben Sie vielleicht schon gehört; aber von der Verbindung zwischen Yucca-Palme und der vorgenannten Person mit Dr.-Titel wissen Sie sicherlich nichts. Deshalb sollten Sie weiterlesen.

Fangen wir an, die Antwort gemeinsam einzukreisen, und drösseln erstmal das mit der Yucca-Palme auf. Also die Yucca-Palme stammt aus Mittelamerika. Und dort gibt es recht gefährliche Spinnen. Von diesen Spinnen sollte sich einmal ein Nest mit noch nicht ausgeschlüpften Eiern in der Wurzel Yucca-Palme befunden haben und mit der Palme nach Deutschland importiert worden sein. Den Rest der gruseligen Geschichte können Sie sich selber zurechtspinnen.

Nun gut, die Geschichte mit der Spinnenbrut ist in Wahrheit frei erfunden. Mehr von solchen Großstadtlegenden finden Sie z. B. in dem Buch mit dem Titel Die Spinne in der Yucca-Palme von Rolf Wilhelm Brednich. Dieses Buch sei als entspannende Lektüre zum Lesen anempfohlen.

Was hat denn nun Frau Dr. Karen Horn mit der Yucca-Palme oder mit dem Spinnennest in besagter Palme zu tun? Frau Dr. Karen Horn ist keine Spinne, und wohl auch keine Schlange; aber sie gibt eine moderne Sage, eine Großstadtlegende, zum Besten:

"Es trifft auch zu, dass hier die Krisen häufiger vorkommen als in weniger freien Systemen. Doch selbst wenn hier Korrelation und Kausalität in eins fallen, so ist der Saldo doch immer noch positiv, wie es Wissenschaftler vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) vor einigen Jahren in einer gründlichen Studie nachgewiesen haben: Die dauerhaften Wohlstandsgewinne sind immer noch mit Abstand größer als die temporären Verluste im krisenhaften Kollaps."

Der Inhalt dieses Zitates ist meines Erachtens nach der inhaltliche Kern eines recht langen Textes, den Sie auch im vollen Umfang in der FAZ-online nachlesen können (Vorsicht Zeitverschwendung, dann doch lieber die Spinne in der Yucca-Palme lesen). Soso, Wissenschaftler also - meint die Frau mit dem Doktortitel vielleicht Michael Jackson, Thomas Strobl (der aus Österreich), Max Streibl oder vielleicht gar Paul Krugman? Wissenschaftler haben Namen, und wollen genannt werden. Wenn schon name dropping (MIT), dann bitte richtig. Das ist nämlich gut für den Status der Wisssenschaftler. Und die könnten sich dann womöglich sogar gegen die Unterstellung/Fehlinterpretation wehren. Und dann vor einigen Jahren am MIT? Vielleicht auch vor Jahrzehnten woanders?

Frau Dr. Horn, hier hätten Sie besser zitieren müssen! Also, so wie Sie schreiben, muß es sich bei Ihren Behauptungen um moderne Sagen handeln; Bezug zur Realität: niente. Ihr Text ist unglaubwürdig. Wenn wir schon dabei sind, den Begriff Auftragsforschung kennen Sie auch, oder? Ihre neoliberale Krampfschrift ist doch ebenso im Auftrag, wenn ich mich nicht täusche, oder?

Die FAZ hat diesen Beitrag zusammen mit einem anderen Beitrag von Thomas Strobl veröffentlicht. Auch dieser wurde online gestellt. Herr Strobl ist kein Marktliberaler (das bessere Wort für Neoliberaler) wie Frau Dr. Horn, hat aber die besseren Argumente. Das darf es natürlich nicht geben. Also wurde Th. Strobl unterstellt, dass er seinen Beitrag in Kenntnis von Frau Dr. Horns Text geschrieben hätte - tatsächlich ist es aber umgekehrt.

Wenn Sie meinen, den Text von Frau Dr. Horn lesen zu müssen, rate ich Ihnen, doch eher Die Spinne unter der Yucca-Palme, eine Sammlung von netten Kurzgeschichten, zu lesen. Das macht wenigstens Spaß.

Und wer sich das Buch bei Amazon bestellen möchte:



Klicken Sie bitte auf das Biersymbol (eventuell mehrmals anklicken), wenn Sie den Text als lesenswert oder nützlich erachten; laden Sie mich so zum Bier (Wein?) ein und unterstützen meine Arbeit... vielen Dank.

Weiterlesen ...


Montag, 29. Juni 2009

Bernhards Diktatur-Theorem

Solange es gute und schlechte Diktaturen gibt, stimmt etwas nicht mit der Demokratie.


Grundlage meines Theorems ist der Text Politische Verfolgung nach Putsch in Honduras. Dort heißt es im Wortlaut:

" Haus von Abgeordnetem gestürmt, Minister der Regierung Zelaya inhaftiert. FDP-nahe Stiftung spricht von “Rückkehr zu Rechtsstaat”. "
Also, die FDP scheint ein großes Problem zu haben, welches aber überhaupt nicht Medien-relevant zu sein scheint. Wären es hingegen Die Linken gewesen, ich verspreche es Ihnen, die dummdeutsche Medienmeute hätte versucht, sie zu zerfleischen. Das ist unsere Verfassungswirklichkeit. Und unsere Demokratie hat wohl ein Problem, wenn so etwas nicht in der breiten Massenöffentlichkeit aufgearbeitet wird oder vielmehr aufgearbeitet werden kann. Ach, suchen Sie sich es doch bitte selbst aus...

Weiterlesen ...


Samstag, 27. Juni 2009

Deutsche Politiker fordern das Ende der Gefährdung von Wahlmanipulation, Twitter nächstes Opfer

Ziemlich verschrobener Titel des Blogbeitrags? Mitnichten. Twitter ist, wie der Iran zeigte, eine Waffe, eine Waffe gegen Manipulation! Und was machen Deutsche Politiker? Sie verkünden höchst fragwürdigen Inhalt.

Unter Twittern könnte Bundestagswahl torpedieren finden wir folgende Verlautbarungen:

"Der Bundeswahlleiter und Abgeordnete von SPD und Union befürchten, die Bundestagswahl könnte durch Kurznachrichten im Online-Dienst Twitter unzulässig beeinflusst werden. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel in seiner kommenden Ausgabe. ..."
und
"...Der SPD-Innenpolitik Dieter Wiefelspütz hält es laut Spiegel für angebracht, über ein Verbot der Wählerbefragungen nachzudenken. Dorothee Bär, stellvertretende CSU-Generalsekretärin und medienpolitische Sprecherin der Unionsfraktion, fordert einen "Kodex des Stillschweigens"."
So, Twitter wird aus wahlrechtsformalen Gründen angegriffen. Man befürchtet einen Verstoß gegen die Wahlgesetzgebung. Die geäußerte Argumentation ist aber vorgeschoben. Tatsächlich steckt etwas ganz anderes dahinter, nämlich das Recht jedes Bürgers, sich anderen gegenüber zu den Wahlen zu äußern, in Frage zu stellen - genauer: diese Rechtsausübung einzuschränken und hierüber hinaus zu verhindern.

Man sollte wissen, die Deutungshoheit der Wahlforschungsinstitute ist gefährdet. Ich erinnere an die DIMAP-Umfrage zur Kinderpornografie, deren Fragestellung höchst suggestiv-manipulierend war. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing! Im Internet wurde dann DIMAP bloßgestellt (Gegenumfrage). Damit so etwas nicht mehr vorkommt, tragen jetzt die Regierungsvertreter sehr große Bedenken - gegen Twitter und damit die Redefreiheit im Internet - wie oben zitiert vor. Die Absicht ist klar: Das Monopol der manipulativen Meinungsumfragen soll wiederhergestellt werden, die manipulative Kompetenz der Massenmedien soll restauriert werden.

Ich selbst war einmal Opfer eines Forsa-Umfrage-Interviewers vor der letzten hessischen Landtagswahl. Der arme Interviewer (Student?), er hatte es nicht leicht. Er sollte noch eine Beschwerde wegen manipulativer Fragestellungen weiterleiten. Nur, solche Beschwerden sind im Kern sinnlos. Ich frage mich, ob meine Beschwerde überhaupt weitergeleitet wurde. Vermutlich ist die einzige Folge die, dass die nie wieder bei mir anrufen werden.

Wirksame Gegenwehr ist vonnöten. Wir brauchen eine Gegenöffentlichkeit, Sie greifen unsere Menschenwürde an, das Recht auf Meinungsfreiheit, das Grundrecht auf freie Rede.

Jagen wir Wiefelspütz und Konsorten aus ihren Ämtern, demokratisch versteht sich. Ich fordere zum demokratischen Dialog mit Dieter Wiefelspütz und Ursula von der Leyen auf, bei jeder Wahlveranstaltung, bei jedem Wahltermin. Es ist unser Recht, dass die verantwortlichen Politiker unseren Fragen Antwort geben, bei jeder Wahlveranstaltung, bei jedem Wahltermin. Nutzen wir die wenigen Rechte, die wir haben.

Klicken Sie bitte auf das Biersymbol (eventuell mehrmals anklicken), wenn Sie den Text als lesenswert oder nützlich erachten; laden Sie mich so zum Bier (Wein?) ein und unterstützen meine Arbeit... vielen Dank.

Weiterlesen ...


Dienstag, 23. Juni 2009

Peak Oil - Anfang einer neuen Strukturkrise

Wer hat es noch nicht mitbekommen, der Finanzkrise folgt die Wirtschaftskrise folgt die Öl-Strukturkrise. Dieser Satz ist für Döddels*, aber im Grunde genommen falsch. Die Finanzdienstleistungswirtschaft, um mal richtigen Wortgebrauch zu betreiben, hat hat eine Krise. Jede Finanzkrise ist eine Wirtschaftskrise. Und wenn eine Wirtschaftskrise sich zu einer großen volkswirtschaftlichen Krise mausert, spricht man von einer Wirtschaftskrise. Die Begriffe werden falsch benutzt, mit Absicht?

Und dann die Öl-induzierte Strukturkrise? Das ist wohl ein neuer, ein verschärfender Teil der Wirtschaftskrise? Neu: Man merkt mehr. Ich frage mich, was ist das für ein saudummes Wirtschaftssystem, das seit längerem bekannte Tatsachen nicht genug registriert und entsprechend lahm reagiert, Stichwort anthropogene Klimaänderungen? Ab in die Tonne?

Genug der Polemik, ich habe ein schönes Zitat für Sie, gefunden im Querschüsse-Weblog:

> Dieser Chart sollte unserer Lebensweise Demut zollen! Unfassbare Kreditexpansion und billige fossile Umwandlungsenergie sind die Verantwortlichen von unserem ausgeprägten aber nur partiellen Wohlstand. Aber beide Quellen unserer nicht nachhaltigen Lebensweise sprudeln nicht auf Dauer! Ohne Kredit und Öl ist dieses System nichts! Quelle Grafik: Paulchefurka.com <

Dort können Sie mehr zum Thema lesen...

Nicht vergessen: Am meisten Gewinn können Industrien abwerfen, die man schon seit längerem abgeschrieben hat, aber laufen und laufen und laufen. Schönen Gruß an die Atomwirtschafts-Lobbyparteien im Deutschen Bundestag.

* anderes Wort für Deutscher Durchschnittsdepp (Plural), klingt aber etwas milder, liebevoller.

Weiterlesen ...


Mittwoch, 3. Juni 2009

Financial Times Deutschland: Meinungsmache gegen Die Linke

Meine Güte, das hätte ich der Financial Times Deutschland nicht zugetraut:

"... Ein gutes Signal für die Bundestagswahl ist also dringend nötig. Dafür sollte eigentlich Präsidentenkandidat Peter Sodann sorgen, doch das ging schief. Nach Europa bleibt die Landtagswahl im Saarland als letzte Hoffnung."

Was ging denn bitte schief? Dass der Kandidat Peter Sodann bei der Bundespräsidentenwahl Die Linke an Stimmen in der Bundesversammlung hatte? Hmm, komisch. Es bleibt der schale Geschmack des Schlechtredens. Das ist einer liberalen und demokratischen Tageszeitung unwürdig!

Ich bin für die Meinungsfreiheit als Grundrecht und dafür, dass sie endlich einmal umgesetzt wird. Insbesondere bin ich dafür, dass die Pressefreiheit ernst genommen wird! Damit meine ich die Unabhängigkeit von Verlegermeinung und von Anzeigenkunden. Die jetzige Pressefreiheit in Deutschland ist anscheinend nicht echt, und falls doch, dann nur eine sehr begrenzte. Deutschland ist nicht China, oder etwa doch?

Es reicht! Schluß mit der diffamierenden Meinungsmache zum Schutze politischer Pfründe und nicht gerechtfertigter Privilegien. Oder sind wir etwa doch China?

Bei solchen manipulativ-presseunwürdigen Äußerungen wie in der Financial Times Deutschland bleibt nur ein Schluß: Gesunder Trotz und aus Protest Die Linke wählen (unbeschadet dessen, ob man bei der Europawahl wirklich für sie symphatisieren würde). Ein Denkzettel gegen Verarschung muß sein!

Weiterlesen ...


Dienstag, 26. Mai 2009

Hans-Werner Sinns IFO-Geschäftsklimaindex: Ab in die Tonne?

Über Prof. Hans-Werner Sinn und seine Äußerungen mag man denken, was man will. Der IFO-Geschäftklimaindex aber ist ein Pfund, denkt man. Denkt man?

Man liest in den Medien, der Einbruch sei nicht mehr so groß. Der Wert würde sich erholen und aufwärts würde es gehen mit der Wirtschaft, der Konjunktur und den Chancen der etablierten Parteien bei der Bundestagswahl im Herbst.

Vom Phänomenologischen aus betrachtet könnte die Wirtschaftsentwicklung einen Sattelpunkt aufweisen. Ruhepausen vor dem Weiterschrumpfen der Wirtschaft. Aber das sagen sie nicht, sie trainieren für die Bundestagswahl, Frau Merkels Lobbyisten. Da muß die Automobilindustrie stabil gehalten werden, wenn auch nur bis zur Bundestagswahl. Lebensqualität ist, ist es den Kopf in den Sand zu stecken und einfach weiter zu wurtschteln, soweit es eben geht. Das ist menschlich, dumm und vorherrschendes Politikverständnis. Der Durchschnittsdeutsche ist eben der Deutsche Durchschnittsdepp. Frei nach Bertolt Brecht bekommt der Deutsche Durchschnittsdepp die Politik, die er verdient - Wirtschaftsabsturz inklusive.

Jetzt etwas sachlicher: Im Konkursverschlepper-Watchblog lese ich, dass die englische Financial Times ein vollkommen anderes Fazit aus den Daten zieht und eine weit bis ins Jahr 2010 andauernde Schwächephase der extrem exportabhängigen deutschen Wirtschaft erwartet... Das könnte aber noch länger dauern, ich erinnere an die große Deutsche Deflation, die von 1873 bis 1896 23 Jahre gedauert hatte. Ich habe jetzt keine Lust mehr weiterzuschreiben, den Rest lesen Sie bitte im Konkursverschlepper-Watchblog!

Klicken Sie bitte auf das Biersymbol (eventuell mehrmals anklicken), wenn Sie den Text als lesenswert oder nützlich erachten; laden Sie mich so zum Bier (Wein?) ein und unterstützen meine Arbeit... vielen Dank.

Weiterlesen ...


Montag, 25. Mai 2009

GEZ + Flash-Videos + Zattoo = Nicht mehr ganz dicht

Also, da haben's Einigen direkt ins G'hirn geschossen.

Die GEZ will also für das Internetfernsehen Geld. Und das ZDF stellt ins Internet 1. nicht alles rein, so von wegen Live-Stream, und 2. sind die Sendungen meines Wissens in Flash-Streams verpackt (Machen Sie bitte mal einen Rechtsklick mit der Maus auf den Stream; versuchen Sie das mal via Einstellungen zu ändern).

Im Heise-Forum kam mir der Gedanke, dass das so nicht sein könne. Ich zitiere mich jetzt einmal ausnahmsweise selber:

Der Flash-Mist ist echt ne Krankheit. Damit dürfte die GEZ Schwierigkeiten bekommen:

Ö.R.-Internetfernsehen, verbunden mit dem Zwang, proprietäre Programme zu nutzen und die Firmennutzungsbedingungen z. B. von Adobe zu akzeptieren. Damit dürfte die GEZ für diejenigen hinfällig werden, die nicht jede Nutzungsbedingung akzeptieren. Ich sehe da schon eine Prozesswelle auf die GEZ zurollen....
Und bei Zattoo gab es mal den Player auch für Linuxer. Aber das ist jetzt vorbei. Es gibt nur noch für die Linuxer WEB-TV auf der Homepage von Zattoo, natürlich im Flashformat eingebettet. Geht's noch? Also, wer als Linuxer deutsches Fernsehen via Zattoo gucken will, dürfte angeschmiert sein.

GEZ für das Internetfernsehen mit Adobe-Zwang. Das kann ich mir nicht vorstellen. Wer so kein Internetfernsehen will, dem empfehle ich, die GEZ auf den Adobe-Flashplayer-Sachverhalt hinzuweisen. Internetfernsehen ohne Adobe-Flash-Player-Einsatz wird zunehmend unmöglich.

Ein alter Hinweis, den ich hier noch einmal gern wiederhole: Wer sich längere Zeit auf Reisen begibt (z. B. vier Wochen Florida) sollte seine Gerätschaften abmelden und dann wieder anmelden. Porto: 55 Cent, eine Riesenmenge Geld gespart. Das sollte man öfters machen. Und am besten noch anmerken, dass dies außerdem eine Form persönlichen Protests sei - zum Beispiel gegen die einseitig wirtschaftsliberale Berichterstattung in den Medien.

Das geht so: Brief an die GEZ. Dann bei einem Ablehnungsbescheid binnen vier Wochen Widerspruch einlegen. Und gfs. binnen vier Wochen nach dem ablehnenden Widerspruchsbescheid Klage einreichen... Irgendwo muß man sich schließlich anfangen zu wehren. Das ist dann wahrer Sportsgeist. Nur Mut.

Diese Zeilen geben lediglich meine Meinung wieder; dies ist keine Rechtsberatung und kann diese nicht ersetzen.

Klicken Sie bitte auf das Biersymbol (eventuell mehrmals anklicken), wenn Sie den Text als lesenswert oder nützlich erachten; laden Sie mich so zum Bier (Wein?) ein und unterstützen meine Arbeit... vielen Dank.

Weiterlesen ...


Dienstag, 19. Mai 2009

Ist Prof. Hans-Werner Sinn von Sinnen? Er will Sozialleistungen wie Hartz-IV noch weiter absenken!

Auf den NachDenkSeiten les ich, dass Hartz-IV den Bundeshaushalt sprengt, weil die wirtschaftliche Rahmenerhöhung hier einen Mehrbedarf von 7 Mrd. € verursacht. Nett! Man benennt das IWF-Institut und das Handelsblatt als Quelle dieser Äußerungen. Das sind die Fakten.

Wolfgang Lieb wies auf den NachDenkSeiten als Anmerkung darauf hin, dass auf weiteren Sozialabbau plädiert wird: Wenn ein Prof. Sinn im ZDF Unsinn verlautbaren darf, dann frage ich mich, ob die dafür Verantwortlichen noch recht bei Trost sind? Journalismus ist das jedenfalls keiner; auch wenn es sich nur um eine Kurzmeldung handeln mag.

Warum schreibt denn keiner, dass die 200 Mrd €, die allein für die HRE geblecht werden, ausreichend sind, um mehr als 49 Jahre lang die Hartz-IV-Erhöhung abzufedern?

Nachfrageabsenkerei a lá Prof. Sinn führt direkt in die Brüningsche Depressionskatastrophe. Und dass die 200 Mrd Kosten nicht sein müssen und dass es sich bei der Systemrelevanz der HRE um Neusprech oder ein schlechtes Märchen handelt, wenn Sie es so ausdrücken möchten, dass will ich nicht diskutieren. Das wurde im Weissgarnix-Weblog an verschiedenen Stellen genug ausdiskutiert!

Weiterlesen ...


Dienstag, 12. Mai 2009

Blogger werden benachteiligt

Wir leben in einer Aufmerksamkeitsökonomie. Und Aufmerksamkeit ist alles. So könnte man vereinfacht das Geschäftsmodell von Google beschreiben. Google vermittelt Aufmerksamkeit und erzielt Werbeeinnahmen durch Einblendung von Werbung in den Suchergebnisseiten. In eben diesen Suchergebnisseiten befüllten Blogger früher häufig vordere Plätze. Es könnte sein, dass dies Google störte; jedenfalls ergriff Google eine Initiative, die laut Google zur Spam-Abwehr dienen sollte, aber voll daneben ging:

Google führte 2005 das nofollow-html-Attribut ein. Im Quelltext von Webseiten, insbesondere in Weblogseiten, findet man seitdem bei Links dann regelmäßig rel="nofollow". nofollow ist in seiner Funktion recht tückisch; es sagt der Suchmaschine, ignoriere den Link beim Bewerten des Ranges, also beim Zuordnen des Platzes in der Suchergebnisseite.

Wirkung auf Weblogs

Das liest sich doch recht harmlos, ist es aber mitnichten. Schnell haben sich andere Suchmaschinenbetreiber dem angeschlossen und alle mir bekannten Hoster für Weblogs (z. B. Blogg.de, Wordpress oder Google) setzen dieses Attribut standardmäßig ein. Mit anderen Worten, alle Weblogs sind per Voreinstellung mit nofollow vergiftet und die Weblogschreiber wissen nichts davon. Das ist wirklich schlimm. Eigentlich sollte man doch erwarten dürfen, wenn ich einem Blog XYZ durch meinen gesetzten Link meine Wertschätzung erweise, dass dies ebenso bei den Suchmaschinen berücksichtigt wird. Wird es aber nicht. Gleiches gilt für die Kommentarfunktion. Die Kommentare, die auf einen anderen Blog verweisen, werden genauso wenig bei dem Ranking für die Suchergebnisseiten berücksichtigt.

Weblogs werden beim Suchmaschinen-Ranking also systematisch benachteiligt. Und bei den Suchergebnisseiten schon mal einen Malus vorweg zu bekommen, das muß wirklich nicht sein.

Märchen von der Spam-Abwehr

Sie werden jetzt sicherlich einwenden, dass das nofollow-HTML-Attribut zur Spam-Abwehr unumgänglich sei. Ist es aber nicht! Bevor ich zu Google als Weblog-Anbieter wechselte, schrieb ich in Weblogs bei Blogg.de. Obgleich Blogg.de auch zur nofollow-Community gehört, wurden die Weblogs fortwährend mit Spam-Kommentaren vollgemüllt. Nofollow kann es nicht richten. Neben dem Weblog, welches Sie gerade lesen, kümmere ich mich noch um zweites Blogspot-Weblog. Das andere Weblog habe ich unverändert gelassen, das hiesige aber insoweit geändert, als dass ich die nofollow-Grundeinstellung entfernt habe (dazu später im Text). Und wo war ein Spam-Kommentar zu finden? Im Weblog mit nofollow-Grundeinstellung. Also, die Geschichte von der Spam-Abwehr ist eine Mär. Sie ist falsch, falscher geht es nicht.

Politische Aspekte

Man könnte jetzt sich einer Verschwörungstheorie anschließen und behaupten, das Einführen des nofollow-Attributs wäre böswillige Absicht. So weit will ich nicht gehen. Rein wirtschaftliche Interessen reichen völlig aus. Und einen politischen Kollateralschaden zu eigenen Gunsten nimmt man gern in Kauf.

Stichwort Gegenöffentlichkeit - wenn man schreibt, Weblogs hätten eine geringe Reichweite, dann sollte man als Weblog-Autor dies nicht durch ein wie auch immer unbeabsichtigtes Zutun auch noch unterstützen. Es gibt zurecht eine Bewegung gegen Internetzensur, dann sollte man sich gegen die Benachteiligung, gerade wenn sie mit etwas gutem Willen leicht zu beseitigen ist, zu Wehr setzen.

Das ist gerade wichtig, wenn man weiß, dass in allen Massenmedien das wirtschaftliche Primat vorherrscht. Das schließt eine einseitige wirtschaftspolitische Berichterstattung ein. Wir sind einem Mahlstrom an Manipulation ausgesetzt. Es wäre doch jammerschade, wenn wir, soweit es uns möglich ist, nicht die Wirkung unserer Weblogs optimieren würden.

Anzeigen von nofollow-Verlinkungen im Webbrowser

Noch nicht gänzlich überzeugt? Also, wenn Sie nicht glauben, wie die nofollow-Seuche um sich gegriffen hat, dann möchte ich Sie aufklären. Machen Sie sich bitte ihr eigenes Bild. Hierbei ist Firefox der Webbrowser meiner Wahl zum Aufzeigen der nofollow-Verlinkungen einer Webseite:

Installieren Sie bitte das Search-Status-Plugin (www.addons.mozilla.org). Dann klicken Sie sich bitte wie folgt durch (Firefox 3.x): Menü Extras --> Addons --> SearchStatus --> Einstellungen --> General. Dort stellen Sie Location "status-bar", "left of" "statusbar display" ein. Zumindest mein Firefox zeigt dann links unten in der Statusbar ein @-ähnliches q. Dieses Symbol klicken wir mit der rechten Maustaste an und aktivieren "Highlight Nofollow Links (Häkchen gesetzt?). Das war es. Gehen Sie dann auf eine Seite Ihrer Wahl und lassen sich überraschen, welche Links mit nofollow ausgestattet sind. Auf einer Tipp-und-Tricks-Seite (www.no-nofollow.net) finden Sie übrigens unten rechts einen nofollow-Link.

Auf dieser Tipp-und-Tricks-Seite finden Sie einen weiteren Weg, die nofollow-Links im Firefox kenntlich zu machen.

Entfernen der nofollow-Voreinstellung aus einem Weblog

Als Blogger sollten Sie daran interessiert sein, sich der No-NoFollow-Initiative anzuschließen. Die Schritte, die Sie zum Entfernen der nofollow-Voreinstellung vornehmen müssen, sind abhängig von der Blog-Software und vom Bloghoster.

Wordpress-Blogger haben es einfach: Wordpress Plugin"Nofollow Free". Des weiteren verweist der Pottblog auf ein Dofollow-Plugin. Dieser Artikel ist übrigens ein sehr lesenswerter Text zum gleichen Thema.

Als Blogspot-Blogger gehen Sie bitte wie folgt vor: Reiter Layout --> HTML Bearbeiten. Dort angelangt klicken Sie bitte Vorlagen zum Erweitern von Widgets an und machen anschließend eine Sicherungskopie, indem Sie Vollständige Vorlage herunterladen anklicken. In Ihrem Webbrowser drücken Sie Strg-F . Das öffnet ein Suchfeld. Von oben nach unten lassen Sie den HTML-Code nofollow suchen. Jedes nofollow wird in follow abgeändert. Die ersten beiden Buchstaben sind zu löschen (ziemlich einfach, gelle). So fahren Sie denn fort und speichern, wenn Sie kein nofollow mehr gefunden haben. Nach dem Sie gespeichert haben, setzt Google automatisch ein follow in nofollow zurück. Das ist unvermeidlich; die restlichen Änderungen bleiben aber erhalten! Das war es dann. Vielleicht machen Sie jetzt noch eine zweite Sicherungskopie?

Der Fairness halber sollten Sie, wenn Sie innerhalb Ihrer Webseite verlinken, das nofollow-Attribut setzen: rel="nofollow". Das setzen in einem Hyperlink durch Einfügen von rel="nofollow" zwischen a und href (Leerzeichen).

Mein Fazit

Jeder wehrt sich, wo er kann. Ich jedenfalls habe mein Weblog jetzt umgestellt und werde voraussichtlich nur auf die Weblogs ohne nofollow-Attribut verlinken, die bereit sind, die aus meiner Sicht ganz klar falschen Einstellungen zu ändern. Ein Minimum an Zivilcourage sollte schon sein. Und wie schrieb der Webstandard-Blog so schön:

"Geben sollte seliger sein denn nehmen, aber es sollte auch keine Einbahnstrasse sein!"
...

Eine kleine Linkliste mit Lesetipps zum Thema
  • No-NoFollow-Blog - Welche Gründe sprechen gegen NoFollow?
  • Pott-Blog - no nofollow: Keine Links zweiter Klasse in WordPress dank dofollow
  • einfach persoenlich - nofollow - Jeder scheitert mit seinem Blog zu gut er kann??
  • datenschmutz - Die 6 besten Gründe gegen das Nofollow-Attribut
  • Webstandard - Blog-Kommentare und das Link-Attribut nofollow

Klicken Sie bitte auf das Biersymbol (eventuell mehrmals anklicken), wenn Sie den Text als lesenswert oder nützlich erachten; laden Sie mich so zum Bier (Wein?) ein und unterstützen meine Arbeit... vielen Dank.

Weiterlesen ...


Link-Buttons:

Weblog Commenting and Trackback by HaloScan.com   Powered    blogoscoop

Add to Technorati Favorites   Bloggeramt.de   Blogverzeichnis   Powered by FeedBurner   RSS Verzeichnis   RSS Verzeichnis

Liste aktueller Empfehlungen:


Google-Suchhilfen

Google

Hinweis: Sie können auch die Volltextsuche des Weblogs über der Weblogüberschrift - also ganz oben im eigentlichen Weblog auf der linken Seite - nutzen (Tastenkombination Strg-Bildaufwärts: Sprung an den Anfang des Weblogs).

Sie können mir helfen:

Ist der gelesene Weblog-Eintrag interessant oder nützlich für Sie? Wenn ja, dann können Sie mir helfen und mich durch eine kleine Summe unterstützen - per Überweisung oder via Paypal.

Überweisung: Falls Sie Paypal nicht mögen, was ich sehr gut verstehen kann, schicken Sie mir bitte eine E-Mail - Ich schicke dann meine Bankverbindungsdaten an Ihre E-Mail-Adresse. Meine E-Mail-Adresse lautet: b33.schuelke.gmail33.com , aber ohne Dreier. Bitte entfernen Sie die überflüssigen Dreien aus meiner E-Mail-Adresse. Vielen Dank.

Paypal: Haben Sie ein Paypal-Konto, dann können Sie mir bequem über Paypal helfen. Zwei alternative Schaltflächen zum Anklicken habe ich hinterlegt:

Möchten Sie mich zu einem Bier oder Wein einladen, dann klicken Sie bitte auf das Biersymbol. Es erscheint dann ein Paypal-Formular für die Überweisung von 4,30 €:



Wenn Sie an einen anderen Förderbetrag denken, dann klicken Sie bitte auf die nachfolgende Paypal-Schaltfläche:



Sprung nach ganz oben



BesucherzählerFeedburner-Abo:

Leser dieses Weblogs