Wissen Sie, was ein Riesenalk ist? Falls nein, macht nichts, der Riesenalk ist eine ausgestorbene Vogelart. Wußten Sie, dass die Riesenalks die Pinguine des Nordatlantiks waren? Falls Sie hier wieder mit nein antworten, das ist nicht all zu tragisch. Aber was Sie wirklich wissen sollten, ist folgendes:
Hat eine Art wie der Riesenalk an Bestand verloren, kommt es immer zu folgender kapitalistischer, marktkonformer Dynamik: Durch die Verknappung werden die Riesenalks (als Trophäen, Präparate, Sammlerstücke...) immer wertvoller. Desto weniger Exemplare einer Art, desto wertvoller dann die Trophäe. So geschah es dann, dass die besonders wertvollen und letzten lebenden Exemplare wegen ihres enormen Marktwertes abgeknallt wurden. Das ist das Riesenalk-Problem des Kapitalismus.
Wenn Sie für freies Privateigentum sind bei der vorherrschenden Kapitalanhäufung, dann sind Sie letztendlich auch für Sklaverei und Leibeigenschaft; ob versteckt oder offen, dass sei offen gelassen. Das müssten Sie wissen. Ohne soziale Bindung ist das sogenannte freie Privateigentum im Sinne Friedrich Märzs und seiner Konsorten nämlich Gift für jedes Gemeinwohl.
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Dienstag, 21. April 2009
Das Riesenalk-Problem des Kapitalismus
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