Posts mit dem Label Wirtschaftskrise werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Wirtschaftskrise werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 16. August 2011

Linke fällt auf Frank Schirrmacher (F.A.Z.) rein

Toll, die "Linken" in der Partei die Linke., die meinen, Sie bekämen jetzt endlich Anerkennung, wenn der Schirrmacher (F.A.Z.) schreibt:

Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat.

Weiterlesen ...

Mittwoch, 10. August 2011

Bonmot zum Schutz des Kapitalismus

Das Zitat stammt aus der Frankfurter Rundschau. Seltsam wie sich das Bonmot dorthin verirrte. Ich habe es etwas abgeändert, um nicht einen Quellenlink setzen zu müssen. Hier das Bonmot:

Der Kapitalismus ist nicht vom Grundgesetz geschützt - Er ist, wie man inzwischen auch von deutschen Ökonomen vereinzelt zu hören bekommt, nicht einmal vor sich selbst geschützt.

Weiterlesen ...

Mittwoch, 28. Juli 2010

Wer lebt denn hier über seine Verhältnisse?

{Vorbemerkung: Gerade erhielt ich eine Bitte, einen offenen Brief weiter zu verbreiten. Der Bitte komme ich gerne nach. Nach eigener Recherche gibt es eine Quelle im Internet: http://www.tagesschau.de/kommentar/kommentar460.html - 07.06.2010 12:51 Uhr}

Autor: Stephan Ueberbach (SWR, ARD-Hauptstadtstudio)

Liebe Bundesregierung, sehr geehrte Frau Merkel,  

wen meinen Sie eigentlich, wenn Sie sagen, wir hätten jahrelang über unsere Verhältnisse gelebt?  

Ich jedenfalls habe das nämlich ganz sicher nicht getan. Ich gebe nur das Geld aus, das ich habe. Ich zahle Steuern, bin gesetzlich krankenversichert und sorge privat für das Alter vor. Ich habe mich durch Ihre Abwrackprämie nicht dazu verlocken lassen, einen überflüssigen Neuwagen zu kaufen, ich bin kein Hotelier und kein Milchbauer. Und "Freibier für alle" habe ich auch noch nie verlangt.  

Wer war wirklich maßlos?  

Weiterlesen ...

Dienstag, 29. Juni 2010

Witz des Sommers

Im Weblog von Thomas Strobl ("Blogger verstehen nix von Wirtschaft") fand ich gestern folgendes Zitat (Zitat-Quelle):

In diesem Aufsatz argumentiere ich, dass weder bloggende Nicht-Ökonomen noch solche Ökonomen, die die Makroökonomie als einfaches Unterfangen mit simplen Schlussfolgerungen darstellen, dazu in der Lage sind, die wirtschaftliche Debatte um neue Einsichten zu bereichern. Als Konsequenz sollten sie daher von der fachfremden Öffentlichkeit nicht beachtet werden.
Das liest sich wie "Wir glauben alle brav an den Weihnachtsmann". Unter uns, der Grad an Volksverdummung muß schon sehr groß sein, wenn so ein M.... in sogenannten Qualitätsmedien immer noch angetroffen wird.

Weiterlesen ...

Samstag, 3. April 2010

Bausparverträge in der Wirtschaftskrise

Bei den Nachdenkseiten las ich vor kurzem, daß die Immobilienkrise die US-Mittelschicht erreicht. Diese Nachricht hat mich dazu bewegt, einen recht alten Textentwurf zu überarbeiten und Ihnen jetzt endlich zu präsentieren. Es geht um "Bausparverträge".

Weiterlesen ...

Freitag, 12. März 2010

Ein Lesetipp zur Zeit um 1929 und den Folgen

Anläßlich eines Links von Albrecht Müller auf einen Artikel Joseph Stiglitzs bei der FTD* und angesichts der fortwährenden oberbescheurten deflationären Niedriglohnsektorpolitik von Westerwelles und Merkels schwarz-gelber Mafia-Regierungskoalition möchte ich nochmals auf zwei sehr interessante Texte  des Historikers James Livingston hinweisen (ich berichtete bereits hier).

Die alten Politics-&-Letters-Links gehen nicht mehr; dennoch kann man derzeit die Texte immerhin noch beim History News Network der George Mason University lesen. Hier die Links:

  1. Their Great Depression and Ours, Part I
  2. Their Great Depression and Ours, Part II
Was haltet Ihr von den Aussagen James Livingstons?

* Link entfällt wegen des Leistungsschutzrechte-Protests, nach einiger Zeit wäre der Link kostenpflichtig!

Weiterlesen ...

Donnerstag, 21. Januar 2010

China - Die Fortsetzung...

Der letzte Blogartikel zur Wirtschaftssituation in China ist schon geraume Zeit her. In China - China schmiert ab III (13. Februar 2009) äußerte ich mich recht pessimistisch. Seit dem liest man vielerorts vom großen chinesischen Aufschwung - trotz fehlender (!) Währungsaufwertung, die vom erheblichen Gewicht sein müßte. Gönnen wir also dem chinesischen Volk den mit dem Aufschwung zusammenhängenden Wohlstand, falls dieser bei der breiten Masse dort überhaupt ankommt. Schließlich hat auch die arm-reich-Spreizung enorm zugenommen. Und den aus China selbst stammenden Zahlen ist nach wie vor mit einem Grundmißtrauen zu begegnen.

Mein Pessimismus zur weiteren Entwicklung in China scheint nach neuem Stand nicht ganz aus der Luft gegriffen zu sein. Laut Ralf Streck, Telepolis-Blog, droht sich in China eine Monsterblase zu entwickeln, die irgendwann platzen muß. Ich zitiere auszugsweise:

"[...] In China könnte sich eine riesige Staatsblase bilden und irgendwann demnächst platzen.

Hedgefonds-Manager haben in den vergangenen Krisenmonaten immer wieder mit spektakulären Äußerungen von sich reden gemacht. So hielt etwa George Soros das gesamte Bankensystem für insolvent. Nun hat sein Kollege James Chanos nachgelegt. Er spricht von einer Super-Staatsblase in China, die noch im Laufe dieses Jahres platzen könnte. Er zieht Parallelen zum Pleitestaat Dubai, wo der Staat nicht mehr für die Schulden der Staatsfirma Dubai World aufkommen kann und seinerseits auf Hilfe aus Abu Dhabi angewiesen ist. Den Hoffnungen gegenüber, dass China die fragile Weltwirtschaft hochziehen könnte, verpasst Chanos einen deutlichen Dämpfer. [...]"
Für China selbst läßt dies nichts Gutes erwarten...

Weiterlesen ...

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Schwarz-gelbe Koalition in Berlin: Was bedeuten die Steuergesetze für Länder und Gemeinden?

Prof. Dr. Herbert Schui (MdB, für die Partei DIE LINKE im Bundestag):

Länder und Gemeinden werden wegen dieses Gesetzes jedes Jahr 3,8 Milliarden Euro weniger einnehmen. Gleichzeitig sollen sie ihre Neuverschuldung auf Null bringen. Die Folge: noch weniger Geld für Schulen, Hochschulen, Krankenhäuser und Infrastruktur allgemein.
Quelle: www.linksfraktion.de (Interview vom 8. Dez 2009).

Welche Deppen haben in Hessen bei den letzten Landtagswahlen Roland Koch (CDU) gewählt? Er will mit seinen FDP-Vasallen nämlich dem Wachstumsbe...gesetz im Bundestag zustimmen.

Weiterlesen ...

Dienstag, 13. Oktober 2009

Hermann Otto Prinz zu Solms-Hohensolms-Lich - FDP beginnt sich selbst zu demontieren

Mit großer Freude lese ich folgendes im Chefökonomenblog der FTD:

[... Für eine vermeintlich frische, neue Regierungskraft hat es schon etwas erschreckend Dreistes, wenn sich FDP-Leute wie Hermann Otto Solms jetzt hinstellen und weiszumachen versuchen, dass man ja nicht habe wissen können, wie schlimm es um die Staatsfinanzen steht. Nicht nur deshalb, weil ein FDP-Mann dem Haushaltsausschuss im Bundestag vorsitzt und es keine Zahl gibt, die nicht vor dem 27. September schon bekannt war. ...]
Auf recht vorsichtige Art und Weise äußerte Thomas Fricke am Ende seines Artikel dann noch seine Bedenken zur wirtschaftspolitische Kompetenz der FDP. Man sollte noch beifügen, dass es sich nicht um eine dem Allgemeinwohl verpflichtete Partei, sondern um eine Pfründepartei handelt. Wirtschaftspolitische Kompetenz stört doch eher, oder? Außerdem wissen die Massenmedien den Mangel an Fachkompetenz, um den es geht, sicherlich gut zu verschleiern. Und schließlich gelang es doch vorzüglich dem Baron von und zu Guttenberg Wirtschaftskompetenz anzudichten. Das wird doch bei Einigen des FDP-Herrenclubs bestimmt noch geschehen, oder was meinen Sie? Ich bin diesbezüglich sehr optimitisch, allerdings zum Schaden von uns allen.

Klicken Sie bitte auf das Biersymbol (eventuell mehrmals anklicken), wenn Sie den Text als lesenswert oder nützlich erachten; laden Sie mich so zum Bier (Wein?) ein und unterstützen meine Arbeit... vielen Dank.

Weiterlesen ...

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Aus der Reihe "Deppen wie wir" - Heute: "Die Opel-Mitarbeiter"

- Folge 14 -

Wie hieß es so schön? Die bittere Wahrheit für die Opel-Mitarbeiter kommt erst nach den Wahlen so richtig ans Tageslicht - So richtig ans Tageslicht zehrt dies ein Kommentar auf den NachDenkSeiten. Diesen gebe ich hier auszugweise wieder:
[... Das geht natürlich nur, wenn Opel saniert wird, was in der Management-Sprache nichts weiter heißt als massenhafte Entlassungen bei der Belegschaft und Einsatz erwähnter Bürgschaften! Am Ende erhält GM eine sanierte (und geschrumpfte) Firma Opel zurück, bezahlt vom deutschen Steuerzahler, Sberbank hat Gewinne gemacht, die russische Automobilindustrie erhält die dringend notwendige Technologie. Wir haben nur Gewinner, mit Ausnahme der deutschen Steuerzahler und der Mitarbeiter. ...]
Es werden viele Entlassungen anstehen. Das ist das, was man vermeiden wollte. Arme Belegschaft, meinen Sie?

Weiterlesen ...

Mittwoch, 16. September 2009

Endlich - Der Ausweg aus der Wirtschaftskrise

Den habe ich bei Hansruedi Ramsauer auf seinem Blog Zeitenwende.de entdeckt:

"Ich habe schon viele Vorschläge gelesen, wie man die Krise beenden könnte, doch überzeugt hat mich bislang keine. Doch bei Barry Ritholtz bin ich nun auf die perfekte Lösung gestossen, wie wir uns subito aus der Krise befreien!

Wir werden jetzt alle ICH-Banken und borgen uns Geld bei der Zentralbank zu 0 Prozent, kaufen damit Staatsanleihen mit Renditen zwischen 2-5 Prozent und investieren den Gewinn in Konsum, Aktien und Immobilien. Das perfekte Perpetuum Mobile und keiner braucht mehr zu arbeiten..
."

Der Mann hat Recht. Warum dürfen das nur die Banken, und wir nicht?

Ich hatte irgendwann mal bei Weissgarnix.de irgendwo in dessen Blog folgenden Vorschlag gemacht, der etwas ähnlich beinhaltet:

Lottoscheine. Ja, Lottoscheine. "Warum ausgerechnet Lottoscheine?", werden Sie sicherlich fragen. Die meisten sind nach einer Woche wertlos. Aber sie hatten einen Wert - die Aussicht auf Gewinn. Und jetzt der Clou! Die EZB akzeptiert immer wertloseren Plunder als Besicherung für Bankkredite.

Gleiches Recht für alle, möchte ich meinen: Sie nehmen also Ihre Lottoscheine, gehen zu einer Bundesbank-Filiale Ihres Vertrauens als örtliche EZB-Niederlassung (das ist doch so, oder?) und wollen einen Zentralbankkredit. Die optimalen Bedingungen zur Ankurbelung der Wirtschaft wären dann:
  • 200 Jahre Laufzeit, keine Kündigung möglich - Motto: Nach mir die Sintflut
  • ein Zinssatz von 0,00% pro Jahr
  • Disasgio: 0,00%
  • Das Wichtigste: Jeder verfallene Lottoschein hat einen Wert von 10000,-- €
Jetzt ist Ihnen sicherlich klar, wie Banken funktionieren. Übrigens, die Realität hat in Bezug auf das Bankenwesen jedwede Satire eingeholt.

Ich meine, Leistung muß sich lohnen. Warum werden nur die großen Nichtleister belohnt? Warum gelten nur große Nichtleister als systemrelevant? Weissgarnix schrieb vor noch nicht allzu langer Zeit: "Die Elite rettet sich selbst".

Füllen Sie sich etwa beschissen? Dann danken Sie allen bisherigen Bundesregierungen der letzten Jahrzehnte. Folgende Parteien waren mit von der Partie: Die Grünen - SPD - FDP - CDU/CSU. Rat(t)en Sie mal, an wen die Großspenden der Großindustrie gehen... und wer Ihre Interessen wirklich vertritt. Selber Denken können wir ja noch, gelle.

Klicken Sie bitte auf das Biersymbol (eventuell mehrmals anklicken), wenn Sie den Text als lesenswert oder nützlich erachten; laden Sie mich so zum Bier (Wein?) ein und unterstützen meine Arbeit... vielen Dank.

Weiterlesen ...

Freitag, 28. August 2009

Wer bezahlt die Kosten der Krise? Was meint die Piratenpartei?

Sabine Leidig, ehemalige Bundesgeschäftsführerin der globalisierungskritischen Netzwerks Attac, kündigte an, sich im Wahlkampf auf das Thema Sozial- und Wirtschaftspolitik zu konzentrieren: „Alle anderen Parteien schweigen sich beharrlich darüber aus, wie sie die Folgen der Wirtschaftskrise bezahlen wollen. DIE LINKE beantwortet diese Frage klar und eindeutig: Diejenigen, die die Krise verursacht haben, müssen nun auch dafür aufkommen. Auf keinen Fall dürfen die Kosten der Krise mit einer ‚Agenda 2020’ auf Arme und Durchschnittsverdiener abgewälzt werden. DIE LINKE ist die einzige Partei, die für die notwenige Umverteilung von oben nach unten eintritt. Das ist einer der Gründe warum ich heute in DIE LINKE eingetreten bin.“

Quelle: Dr. Achim Kessler, hessischer Landespressesprecher der Partei Die Linke.

Anmerkung: Sabine Leidig kandidiert bei der Bundestagswahl für Die Linke.

Ob die Piratenpartei eine klare Haltung zur Finanzierung hat? Als eindimensional ausgerichtet Partei hat sie hier eine große Schwäche. Beachten Sie hier bitte meinen Weblogeintrag vom 25. August 2009.

Weiterlesen ...

Montag, 24. August 2009

Wo endet der aktuelle "Börsenaufschwung"?

Nur zwei kurze Notizen hierzu:

USA: Der amerikanische Einlagensicherungsfonds ist inzwischen so gut wie leer; der Topf ist alle - Quelle: Querschüsse. Man vergleiche mit Egghats Zahl "300".

D: Drastischer Anstieg der Arbeitslosenzahl in Deutschland - Quelle: FTD.

Meine Meinung zum Wirtschaftsgeschehen geben weitestgehend die Blogs Querschüsse und ZWEITENWENDE.CH wieder. In Bezug zu meinen früheren Posts läßt sich festhalten, dass wir uns weiterhin Richtung Große Depression bewegen; dem Wahlkampfgetöse der wirtschaftsnahen Parteien (auch die SPD und sogar die Grünen!!!) zum Trotz. Es ist leicht nachzuvollziehen, dass sich die Herrschaftselite weiterhin sträuben wird, gegen die eigenen wirtschaftlichen Machtinteressen zu handeln. Die Krise setzt sich also fort...

Weiterlesen ...

Samstag, 1. August 2009

45000 Unternehmen in Deutschland kämpfen derzeit noch ums Überleben - Hohe Arbeitsplatzverluste für die Zeit nach der Bundestagswahl...

Wenn es 45000 Unternehmen pleite hieße, stünde es sicherlich in Egghat's Blog, der sich unter anderem mit verschiedensten Tageszahlen des Wirtschaftslebens beschäftigt. Dort steht es zwar nicht, aber in DERWESTEN werden Sie fündig (Quellenlink). Dort lesen Sie:

"45.000 Unternehmen kämpfen um ihr Überleben

Zur Begründung sagte der Verbandschef, derzeit kämpften 45.000 mittelständische Unternehmen mit rund 450.000 Beschäftigten ums Überleben. Betroffen seien Autozulieferer, aber auch Metall- und Handwerksbetriebe. «Wir müssen uns für die Zeit nach Auslaufen der Kurzarbeit warm anziehen. Die Krise wird in vielen Unternehmen erst im kommenden Jahr voll durchschlagen"
Also, das heißt in meinen Äuglein, dass in der Automobilbranche - im weitergefassten Sinne - 45000 Unternehmen vermutlich noch bis zur Bundestagswahl durchhalten werden. Ein Grund zur Hoffnung besteht nicht; aber zur Panik, wenn sich ein Unternehmerverband wie der der mittelständischen Wirtschaft schon so äußert. Stellen Sie sich vor, Ihre eigenen zuverlässigen Bundesgenossen fallen Ihnen derart in den Rücken. Das ist auch kein Sommerloch mehr. Das ist Verzweiflung pur.

Warum Verzweiflung? Die jetzige Bundesregierung weiß sehr wohl zu unterscheiden, wem sie verpflichtet ist. Die Bundesregierung ist zum Beispiel Versicherungsgroßkonzernen und den großen Bankkonzernen verpflichtet. Kleinere Unternehmen oder Arbeitnehmer? Keine Spur. Hier ein Lesetipp: Wer näheres wissen möchte, lese sich Daniel Neuns Schilderung der Entwicklung der HRE-Bank durch ("Die HRE-Staatsaffäre: Chronologie eines Staatsstreichs"). Wirklich lesenswert, dieser Text.

Ich erlaube mir an dieser Stelle eine verschärfende Aussage, zumal die Automobilindustrie aus bekannten Gründen noch privilegiert wird. Wie muß es da in den anderen Branchen aussehen? Raten verboten!

Zurück zum Zitat - Der vorausgegangene Absatz, auf den sich das obige Zitat bezieht, ist der besonderen Erbauung wert. Ich möchte ihn Ihnen daher nicht vorenthalten:
"... Einen Verzicht auf einen Urlaubstag hat jetzt Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft, von Arbeitnehmern gefordert. Im Gespräch mit der Bild-Zeitung, sagte Ohoven: «Wer einen Urlaubstag opfert, sichert seinen Arbeitsplatz. Und er hilft seinem Betrieb, die Krise besser zu überstehen...."
Es wäre an der Zeit, dass der Verbandspräsident sich demütig Heftpflaster besorgt - oder vielmehr sich das Pflaster durch seine persönliche Sekretärin privilegiengerecht besorgen läßt, um sich dann seinen Mund dauerhaft und fachgerecht zuzukleben (oder zukleben zu lassen?). Aber als Lobbyist geht das schlecht, gelle Herr Ohoven.

Jetzt aber im Ernst, liebe Leserschaft! Das mit dem Tag Urlaub ist zwar ein Witz. Kein Witz aber ist, dass hier in trauter Gemeinsamkeit mit der berüchtigten Springer-Arbeitnehmer-Verdummungskampfpostille eine Einstimmung einzustudieren versucht wird. Worauf, könnten Sie sich fragen? Ich meine, auf die Deflationsmedizin nochmals reduzierten realen Arbeitslohnes.

Das hören wir seit einer halben Ewigkeit, das Klagelied zu hoher Löhne. Wirtschaftskrise? Die Löhne sind zu hoch. Wollen Sie sich scheiden lassen; die Löhne sind zu hoch. Werden Sie von Ihrem Partner betrogen; die Löhne sind zu hoch. Leben Sie allein; auch hier gilt, die Löhne sind zu hoch. Ach, wie wäre es einmal mit der Zahl 42 als Antwort für alle volkswirtschaftlichen Probleme. Das wäre dann genauso sinn- und merkbefreit.

Was einem einzelnen kleinen Betrieb, isoliert betrachtet, das Überleben sichern hilft, bedeutet gesamtwirtschaftlich gesehen den Tod der großen Depression. Außer auf diesen Link möchte ich noch auf einen zweiten Text von mir verweisen.

Mir bleibt nur noch zu hoffen, dass Sie nicht geneigt sein werden, CDU/CSU oder SPD zu wählen. Ein wahltaktisches Ausweichen auf die FDP wäre das Dümmlichste, was man machen kann. Die FDP würde eine pseudo-Beförderung erfahren. Inhaltlich geht es dann aber auf das wirtschaftliche Abstellgleis. Schlagen Sie doch mal im Peter-Prinzip das Kapitel mit der seitlichen Arabeske auf. Meine These ist, mit einer Trefferquote von sagen wir weit über 90%, dass Wähler, die enttäuscht FDP wählen wollen glauben zu müssen, Menschen sind, die ihre Stufe der persönlichen Unfähigkeit in höchster Vollkommenheit bereits erreicht haben ... und sich am besten von jeglicher Wahlurne fernhalten sollten. Alles klar?

Klicken Sie bitte auf das Biersymbol (eventuell mehrmals anklicken), wenn Sie den Text als lesenswert oder nützlich erachten; laden Sie mich so zum Bier (Wein?) ein und unterstützen meine Arbeit... vielen Dank.

Weiterlesen ...

Samstag, 4. Juli 2009

Dr. Karen Horn und die Yucca-Palme

Und wieder gilt es eine Wissenslücke zu schließen. Von Frau Dr. Karen Horn haben Sie vielleicht schon gehört; aber von der Verbindung zwischen Yucca-Palme und der vorgenannten Person mit Dr.-Titel wissen Sie sicherlich nichts. Deshalb sollten Sie weiterlesen.

Fangen wir an, die Antwort gemeinsam einzukreisen, und drösseln erstmal das mit der Yucca-Palme auf. Also die Yucca-Palme stammt aus Mittelamerika. Und dort gibt es recht gefährliche Spinnen. Von diesen Spinnen sollte sich einmal ein Nest mit noch nicht ausgeschlüpften Eiern in der Wurzel Yucca-Palme befunden haben und mit der Palme nach Deutschland importiert worden sein. Den Rest der gruseligen Geschichte können Sie sich selber zurechtspinnen.

Nun gut, die Geschichte mit der Spinnenbrut ist in Wahrheit frei erfunden. Mehr von solchen Großstadtlegenden finden Sie z. B. in dem Buch mit dem Titel Die Spinne in der Yucca-Palme von Rolf Wilhelm Brednich. Dieses Buch sei als entspannende Lektüre zum Lesen anempfohlen.

Was hat denn nun Frau Dr. Karen Horn mit der Yucca-Palme oder mit dem Spinnennest in besagter Palme zu tun? Frau Dr. Karen Horn ist keine Spinne, und wohl auch keine Schlange; aber sie gibt eine moderne Sage, eine Großstadtlegende, zum Besten:

"Es trifft auch zu, dass hier die Krisen häufiger vorkommen als in weniger freien Systemen. Doch selbst wenn hier Korrelation und Kausalität in eins fallen, so ist der Saldo doch immer noch positiv, wie es Wissenschaftler vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) vor einigen Jahren in einer gründlichen Studie nachgewiesen haben: Die dauerhaften Wohlstandsgewinne sind immer noch mit Abstand größer als die temporären Verluste im krisenhaften Kollaps."

Der Inhalt dieses Zitates ist meines Erachtens nach der inhaltliche Kern eines recht langen Textes, den Sie auch im vollen Umfang in der FAZ-online nachlesen können (Vorsicht Zeitverschwendung, dann doch lieber die Spinne in der Yucca-Palme lesen). Soso, Wissenschaftler also - meint die Frau mit dem Doktortitel vielleicht Michael Jackson, Thomas Strobl (der aus Österreich), Max Streibl oder vielleicht gar Paul Krugman? Wissenschaftler haben Namen, und wollen genannt werden. Wenn schon name dropping (MIT), dann bitte richtig. Das ist nämlich gut für den Status der Wisssenschaftler. Und die könnten sich dann womöglich sogar gegen die Unterstellung/Fehlinterpretation wehren. Und dann vor einigen Jahren am MIT? Vielleicht auch vor Jahrzehnten woanders?

Frau Dr. Horn, hier hätten Sie besser zitieren müssen! Also, so wie Sie schreiben, muß es sich bei Ihren Behauptungen um moderne Sagen handeln; Bezug zur Realität: niente. Ihr Text ist unglaubwürdig. Wenn wir schon dabei sind, den Begriff Auftragsforschung kennen Sie auch, oder? Ihre neoliberale Krampfschrift ist doch ebenso im Auftrag, wenn ich mich nicht täusche, oder?

Die FAZ hat diesen Beitrag zusammen mit einem anderen Beitrag von Thomas Strobl veröffentlicht. Auch dieser wurde online gestellt. Herr Strobl ist kein Marktliberaler (das bessere Wort für Neoliberaler) wie Frau Dr. Horn, hat aber die besseren Argumente. Das darf es natürlich nicht geben. Also wurde Th. Strobl unterstellt, dass er seinen Beitrag in Kenntnis von Frau Dr. Horns Text geschrieben hätte - tatsächlich ist es aber umgekehrt.

Wenn Sie meinen, den Text von Frau Dr. Horn lesen zu müssen, rate ich Ihnen, doch eher Die Spinne unter der Yucca-Palme, eine Sammlung von netten Kurzgeschichten, zu lesen. Das macht wenigstens Spaß.

Und wer sich das Buch bei Amazon bestellen möchte:



Klicken Sie bitte auf das Biersymbol (eventuell mehrmals anklicken), wenn Sie den Text als lesenswert oder nützlich erachten; laden Sie mich so zum Bier (Wein?) ein und unterstützen meine Arbeit... vielen Dank.

Weiterlesen ...

Dienstag, 23. Juni 2009

Peak Oil - Anfang einer neuen Strukturkrise

Wer hat es noch nicht mitbekommen, der Finanzkrise folgt die Wirtschaftskrise folgt die Öl-Strukturkrise. Dieser Satz ist für Döddels*, aber im Grunde genommen falsch. Die Finanzdienstleistungswirtschaft, um mal richtigen Wortgebrauch zu betreiben, hat hat eine Krise. Jede Finanzkrise ist eine Wirtschaftskrise. Und wenn eine Wirtschaftskrise sich zu einer großen volkswirtschaftlichen Krise mausert, spricht man von einer Wirtschaftskrise. Die Begriffe werden falsch benutzt, mit Absicht?

Und dann die Öl-induzierte Strukturkrise? Das ist wohl ein neuer, ein verschärfender Teil der Wirtschaftskrise? Neu: Man merkt mehr. Ich frage mich, was ist das für ein saudummes Wirtschaftssystem, das seit längerem bekannte Tatsachen nicht genug registriert und entsprechend lahm reagiert, Stichwort anthropogene Klimaänderungen? Ab in die Tonne?

Genug der Polemik, ich habe ein schönes Zitat für Sie, gefunden im Querschüsse-Weblog:

> Dieser Chart sollte unserer Lebensweise Demut zollen! Unfassbare Kreditexpansion und billige fossile Umwandlungsenergie sind die Verantwortlichen von unserem ausgeprägten aber nur partiellen Wohlstand. Aber beide Quellen unserer nicht nachhaltigen Lebensweise sprudeln nicht auf Dauer! Ohne Kredit und Öl ist dieses System nichts! Quelle Grafik: Paulchefurka.com <

Dort können Sie mehr zum Thema lesen...

Nicht vergessen: Am meisten Gewinn können Industrien abwerfen, die man schon seit längerem abgeschrieben hat, aber laufen und laufen und laufen. Schönen Gruß an die Atomwirtschafts-Lobbyparteien im Deutschen Bundestag.

* anderes Wort für Deutscher Durchschnittsdepp (Plural), klingt aber etwas milder, liebevoller.

Weiterlesen ...

Dienstag, 26. Mai 2009

Hans-Werner Sinns IFO-Geschäftsklimaindex: Ab in die Tonne?

Über Prof. Hans-Werner Sinn und seine Äußerungen mag man denken, was man will. Der IFO-Geschäftklimaindex aber ist ein Pfund, denkt man. Denkt man?

Man liest in den Medien, der Einbruch sei nicht mehr so groß. Der Wert würde sich erholen und aufwärts würde es gehen mit der Wirtschaft, der Konjunktur und den Chancen der etablierten Parteien bei der Bundestagswahl im Herbst.

Vom Phänomenologischen aus betrachtet könnte die Wirtschaftsentwicklung einen Sattelpunkt aufweisen. Ruhepausen vor dem Weiterschrumpfen der Wirtschaft. Aber das sagen sie nicht, sie trainieren für die Bundestagswahl, Frau Merkels Lobbyisten. Da muß die Automobilindustrie stabil gehalten werden, wenn auch nur bis zur Bundestagswahl. Lebensqualität ist, ist es den Kopf in den Sand zu stecken und einfach weiter zu wurtschteln, soweit es eben geht. Das ist menschlich, dumm und vorherrschendes Politikverständnis. Der Durchschnittsdeutsche ist eben der Deutsche Durchschnittsdepp. Frei nach Bertolt Brecht bekommt der Deutsche Durchschnittsdepp die Politik, die er verdient - Wirtschaftsabsturz inklusive.

Jetzt etwas sachlicher: Im Konkursverschlepper-Watchblog lese ich, dass die englische Financial Times ein vollkommen anderes Fazit aus den Daten zieht und eine weit bis ins Jahr 2010 andauernde Schwächephase der extrem exportabhängigen deutschen Wirtschaft erwartet... Das könnte aber noch länger dauern, ich erinnere an die große Deutsche Deflation, die von 1873 bis 1896 23 Jahre gedauert hatte. Ich habe jetzt keine Lust mehr weiterzuschreiben, den Rest lesen Sie bitte im Konkursverschlepper-Watchblog!

Klicken Sie bitte auf das Biersymbol (eventuell mehrmals anklicken), wenn Sie den Text als lesenswert oder nützlich erachten; laden Sie mich so zum Bier (Wein?) ein und unterstützen meine Arbeit... vielen Dank.

Weiterlesen ...

Dienstag, 19. Mai 2009

Ist Prof. Hans-Werner Sinn von Sinnen? Er will Sozialleistungen wie Hartz-IV noch weiter absenken!

Auf den NachDenkSeiten les ich, dass Hartz-IV den Bundeshaushalt sprengt, weil die wirtschaftliche Rahmenerhöhung hier einen Mehrbedarf von 7 Mrd. € verursacht. Nett! Man benennt das IWF-Institut und das Handelsblatt als Quelle dieser Äußerungen. Das sind die Fakten.

Wolfgang Lieb wies auf den NachDenkSeiten als Anmerkung darauf hin, dass auf weiteren Sozialabbau plädiert wird: Wenn ein Prof. Sinn im ZDF Unsinn verlautbaren darf, dann frage ich mich, ob die dafür Verantwortlichen noch recht bei Trost sind? Journalismus ist das jedenfalls keiner; auch wenn es sich nur um eine Kurzmeldung handeln mag.

Warum schreibt denn keiner, dass die 200 Mrd €, die allein für die HRE geblecht werden, ausreichend sind, um mehr als 49 Jahre lang die Hartz-IV-Erhöhung abzufedern?

Nachfrageabsenkerei a lá Prof. Sinn führt direkt in die Brüningsche Depressionskatastrophe. Und dass die 200 Mrd Kosten nicht sein müssen und dass es sich bei der Systemrelevanz der HRE um Neusprech oder ein schlechtes Märchen handelt, wenn Sie es so ausdrücken möchten, dass will ich nicht diskutieren. Das wurde im Weissgarnix-Weblog an verschiedenen Stellen genug ausdiskutiert!

Weiterlesen ...




Feedburner-Abo:

Google-Suchhilfen








Google























Hinweis: Sie können auch die Volltextsuche des Weblogs über der Weblogüberschrift - also ganz oben im eigentlichen Weblog auf der linken Seite - nutzen (Tastenkombination Strg-Bildaufwärts: Sprung an den Anfang des Weblogs).