Posts mit dem Label Statistik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Statistik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 1. April 2015

Neuer Rekordversuch: Bundesagentur für Arbeit kann im April 2015 die Marke von 1.000.000 freien Stellen knacken

31. März 2015: Bundesagentur für Arbeit
meldet 903006 freie Stellen
Angesichts der vielen freien Stellen in Deutschland ist man sich bei der Bundesanstalt für Arbeit sicher, endlich ins Guinness Book of Records zu kommen (vgl. Bildschirmfoto der Jobbörse vom 31. März 2015): 1.000.000 freie Stellen in Deutschland, das war noch nie da gewesen in Deutschland. Deutschland könnte
dann endlich so richtig stolz auf seine Behörden sein.

Insbesondere das frankfurter Jobcenter dürfte den entscheidenden Beitrag liefern, endlich die 1.000.000-Hürde zu überwinden: Aufgrund der besonderen Situation zweier schwerstgewichtiger Arbeitsplatzzentren (Superflughafen und Bankenmetropole mit EZB) ist das Jobcenter in Frankfurt am Main sehr privilegiert. Laut Mitarbeiterauskunft wurde es von der Bundesagentur mehrmals in den letzten Jahren für seine ausgezeichnete Vermittlungsarbeit intern gelobt.

Viele Fluggesellschaften, da ist noch Potential, was die noch nicht gemeldeten freien Stellen angeht. Die neue EZB wird zu zusätzlichen Arbeitsplatzangeboten führen - wegen des Multplikatoreffekts auf allen Ebenen. Wir sehen, es ist noch gewaltig Luft nach oben, was die Zahl freier Stellen auch bei gleich bleibender Wirtschaftslage angeht. Die Dunkelziffer an freien Stellen ist wohl so hoch, dass die zweite Million nicht mehr in allzu weiter Ferne liegen dürfte,  ist die erste Million erst einmal gepackt.

Es kommt deshalb auch nicht von ungefähr, wenn Mutti Angela Andrea Nahles als zuständige Bundesministerin für Soziales und Arbeit die Armut in Deutschland mehr oder weniger für beendet erklärt. In der Pankower Allgemeinen Zeitung vom 28. März 2015 lesen wir, wie das geht: »Die Armutsdefinition, wonach der Maßstab unterhalb von 60 Prozent des mittleren Einkommens gelte, will Nahles weiter nach unten verschieben.«

Altersarmut: zukünftig kein Thema mehr. Schließlich wird es diese nicht mehr geben können; denn es ist genug Arbeit für Alle da und die Arbeitslosen über 60 Jahren werden schon jetzt immer weniger - so die amtliche Arbeitslosenstatistik.

Insgesamt stimmen uns Andrea Nahles und die Bundesagentur für Arbeit für die nächsten Jahre sehr, sehr zuversichtlich: Armut und Arbeitslosigkeit sind folglich bald von gestern.

Flattr this

Weiterlesen ...

Dienstag, 9. Dezember 2014

Lutz Hausstein: »Was der Mensch braucht« (Video zum Crowdfounding-Projekt)


Lutz Hausstein zur Logig der Statistik-Methode (wichtig zur Bestimmung z. B. von Arbeitslosengeld 2) am Beispiel eines russischen Sprichworts: »Der Dorfteich ist im Durchschnitt nur ein Meter tief. Dennoch ist die Kuh ersoffen.«

Hier das Video »Was der Mensch braucht« (auf Youtube gespeichert):



Unterstützt bitte die Studie »WAS DER MENSCH BRAUCHT« - ein Crowdfunding-Projekt. Auf startnext.de lest Ihr mehr zum Inhalt des Projekts.

Zitat von der Webseite:

Warum sollte jemand dein Projekt unterstützen?

Armut kann jeden Menschen und recht schnell treffen. Stromabschaltungen bei Hunderttausenden wegen Stromschulden und Wartelisten bei den Tafeln sind nur zwei, aber ins Auge springende Symptome der zunehmenden Verarmung eines Teils der Bevölkerung. Deswegen ist es wichtig, eine größere gesellschaftliche Diskussion anzustoßen und das Thema aktiv in der öffentlichen Aufmerksamkeit zu halten. Insbesondere die abschließende, kostenlose Zurverfügungstellung der vollständigen Studie gewährleistet, dass jedermann, auch ohne finanzielle Voraussetzungen, die Untersuchungsergebnisse nutzen und als Argumentationsgrundlage verwenden kann.
Lesetipp: Blog von Lutz Hausstein

Weiterlesen ...

Dienstag, 26. August 2014

Neuigkeiten aus der Welt der Zuhälterei . . .

Vor dem Eingang des Jobcenters Ost in
Frankfurt/M., eigenes Archivbild 2013
»Neuigkeiten aus der Welt der Zuhälterei . . .« heißt der Untertitel von Mirko Düsterdiecks Artikel »Der Schwindel mit „offenen“ Stellen« auf scharf-links.de, dessen Aussagen ich Ihnen hier sehr gerne wegen seiner gleichbleibenden Aktualität schildern und ein klein wenig kommentieren möchte:

Vielfach wundert man sich sich über die vielen Stellenangebote bei gleichzeitig hoher Arbeitslosenzahl. Irgend etwas ist da faul, mag sich der bislang uninformierte, naive und staatsgläubige Leser hier irritiert wundern: Mirko bestätigt in seinem Text einmal mehr, wie es um die Glaubwürdigkeit der regulären monatlich von der Bundesagentur für Arbeit publizierten offenen-Stellen-Statistik bestellt ist.

Nach seinen Recherchen in Kassel wären ca. 40% der Stellenangebote als Scheinstellen anzusehen. Das heißt, rund 50% der in Kassel veröffentlichten freien Stellen sind Luftnummern, heiße Luft. Ihm ist zuzustimmen, dass wir davon ausgehen müssen, dass diese Zahl grob gerechnet bundesweit Bestand hat und somit auch das Märchen vom Fachkräftemangel als widerlegt gilt. Wen wundert es, dass Düsterdieck weiter ausführt, dass die Niederlassung der Bundesagentur in Kassel überhaupt nicht Stellung bezog?

Mir sind Bewerbungen von frisch erwerbslos Gewordenen aus dem Rhein-Main-Gebiet persönlich bekannt, die im Vorstellungsgespräch erfahren hatten, dass die Stellen, auf die sie sich zuvor bewarben, einfach nicht existieren wollten. Wen wundert das noch?

Weiterlesen ...

Donnerstag, 18. Juli 2013

Mein Weblog ist internationaler als ich dachte...

...oder haben Sie eine andere Erklärung für das nachfolgende Schaubild über die Zugriffe der letzten Wochen (die ersten fünf Länder)? Ich bin jedenfalls ziemlich verwirrt:




Weiterlesen ...

Mittwoch, 12. Juni 2013

Die tatsächliche Teilnehmerzahl der Blockupy-Demonstration am 8. Juni 2013 (Frankfurt am Main)

Blockupy-Demo 8. Juni 2013 (Frankfurt am Main):
Annette Ludwig und Urban Priol auf dem Laut-
sprecherwagen. Foto: Dr. Bernhard Schülke
Dieser Text fusst auf einem Gespräch mit Thomas Occupy im Anschluß an die Blockupy-Demonstration am 8. Juni 2013 in Frankfurt am Main.

Die große Spannweite an Angaben zur Teilnehmerzahl beruhen auf Unterschieden in der Erhebung: Laut Thomas Occupy waren es in der Spitze 20000 bis 23000 Teilnehmer. Allerdings bröckelte die Demonstration nach der Rede Urban Priols ab der Konstablerwache spürbar ab, führte Thomas weiter aus. So ist es kein Wunder, wenn die Polizei, die aus politisch-opportunistischen Gründen bei solchen Demonstration wahrheitswidrig stets tief stapelt bei einer Erhebung, die sie auf dem Opernplatz vorgenommen haben könnte¹, auf die Zahl von 6500 kommt. Sprechen wir von 10000 Teilnehmern auf dem Opernplatz, liegen wir hier vermutlich richtig – bezogen auf den Opernplatz! Die Angaben, dass 20000 bzw. 23000 Teilnehmer (Konstablerwache bzw. vor der Konstablerwache) dabei waren, sind gemäß Thomas von zwei auch voneinander unabhängigen Zählern erhoben worden, so dass diese Zahlen für mich realistischen Bestand haben.

Auch diese Protest-Blockupy-Demonstration war ein voller Erfolg. Es waren mehr als 20000 Teilnehmer dabei – Man sollte sich den Erfolg nicht kleinreden lassen.

Weiterlesen ...

Mittwoch, 3. Februar 2010

Sozialleistungen nach SGB II und XII sind Vegetierbeihilfen - Der ultimative Beweis von Lutz Hausstein

Vorbemerkung: In Frank Benedikts Weblogartikel »Auf ein Wort, … Frau von der Leyen!« führte ich in einem Kommentar den Begriff

 Vegetierbeihilfe 

ein. Vegetierbeihilfen sind die Sozialleistungen, wenn man diese gemäß SGB II (SGB = Sozialgesetzbuch; ALG 2 = Hartz IV) oder SGB XII (Grundsicherung) bezieht.

Folgende Spitze konnte ich mir als Erwiderung an den Kommentator »vogel2044« dann doch nicht verkneifen:
Also, die Vegetierbeihilfe ist nur für Vegetarier. Bist Du kein Vegetarier, dann darfst Du Fingernägel kauen.

Solltest Du aber auf die Idee kommen wollen, vorzeitig zu verrecken, kriegst Du auch keinen Sarg. Sanktion muß sein!
Die jetzigen Regelsätze sind viel zu gering. Lutz Hausstein hat eine umfassende, hieb- und stichfeste Bestandsaufnahme durchgeführt, die sich sehen lassen kann. Wenn Du diese pdf-Datei gelesen hast, wirst Du nur schwerlich darum kommen zuzustimmen, dass die jetzigen Regelsätze nichts anderes als grundgesetzwidrige Vegetierbeihilfen sind:

- Ansichts- und Download-Link -

Urheberrechtliches (Zitat von Lutz Hausstein):
Die Ergebnisse dieser Untersuchung sowie deren notwendige Bewertung habe ich als Anlage zu dieser Nachricht beigefügt und stelle sie Dir/Euch zur Veröffentlichung sowie Weiterverwendung unter Beachtung der Autorenschaft zur Verfügung.
Danke auch an Frank Benedikt für das Weiterleiten der elektronischen Nachricht.

Noch etwas: Vielen Dank, Lutz.

[Nachtrag 2010-02-05, 19:18 Uhr: Im Blog Auto-Anthropophag können Sie den Text »Was der Mensch braucht« (eine empirische Analyse von Lutz Hausstein) direkt lesen, ohne die pdf-Datei herunterladen zu müssen.]

Weiterlesen ...




Feedburner-Abo:

Google-Suchhilfen








Google























Hinweis: Sie können auch die Volltextsuche des Weblogs über der Weblogüberschrift - also ganz oben im eigentlichen Weblog auf der linken Seite - nutzen (Tastenkombination Strg-Bildaufwärts: Sprung an den Anfang des Weblogs).