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Montag, 19. Juli 2010

Un- und Halbwahrheiten in der Frankfurter Rundschau?!?

Eigentlich habe ich im Moment keine Zeit zum Bloggen. Doch eine Notiz muß ich an dieser Stelle einfügen; denn irgendwie muß ich meinem Ärger Dampf ablassen. Leider geht es wieder einmal mehr um die Frankfurter Rundschau (FR). Der Einfachheit halber zitiere ich das Portal amerika21.de ("Propagandshow in der FR"). Dort finden Sie einen Text, der als Leserbrief an die Frankfurter Rundschau abgefasst wurde. Ich zitiere beispielhaft:

Nachdem in den internationalen Medien von Mexiko berichtet wird, es sei das gefährlichste Land für Journalisten, da in diesem Jahr schon über 40 ermordet wurden, oder von Honduras, wo die von der Friedrich-Naumann-Stiftung organisierte Wahldiktatur noch jede Woche Oppositionelle und Journalisten ermorden lässt, konzentriert sich die FR lieber auf Venezuela und lässt dazu einen ahnungslosen Schüler schreiben. Dabei sind seltsame, zweifelhafte und gelogene Behauptungen zu lesen.
"Und einem Sender kann die Verlängerung der terrestrischen Lizenz verweigert werden. So erging es 2007 RCTV, der nach seiner Unterstützung des Putsches kritisch blieb. Inzwischen ist er nicht mehr im Kabelnetz."
Ist es verwerflich einem Sender die Lizenz nicht zu verlängern, weil er einen Putsch gegen die Regierung mitorganisiert hat? Plädiert der Autor dafür es gehöre zur Pressefreiheit putsche gegen amtierende Regierungen zu organisieren?
Das geht dann so weiter...

Den Leserbrief konnte ich auf fr-online.de nicht finden. Man hätte ihn fairerweise dem FR-Artikel gegenüberstellen müssen. Aber nichts davon! Ich meine, in der Frankfurter Rundschau wird im Allgemeinen keine objektive Berichterstattung geboten.

Noch eine kleine Randnotiz: Von den Machern der Nachdenkseiten sollte man erwarten dürfen, da sie häufig die FR zitieren, daß sie entsprechende kritische Hinweise bei den Links auf Massenblätter geben, die nicht gerade selten Unwahrheiten und Halbwahrheiten verbreiten. Man könnte sonst dem Irrtum unterliegen, daß auf eine generell aufklärende Zeitung verwiesen und dadurch fälschlicherweise Renomeé verschenkt wird. Naive Geister sollte man deshalb besser durch derartige kritische Hinweise schützen.

Übrigens, in einem bald erscheinenden Blogtext wird die FR nebst FAZ ziemlich unrühmlich aussehen.

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Montag, 6. Juli 2009

Honduras

Folgender Text der Telepolis-Online-Ausgabe <Link korrigiert, 2009-07-07, 15.36 CEST> ist zitierenswert:

"... Die Putschisten haben mit Hilfe des Militärs und der Polizei ein Referendum verhindert, bei dem es nicht um die Herstellung einer Diktatur ging, wie es von den Putschisten dargestellt wird, sondern um die Einberufung einer verfassungsgebenden Versammlung, die ähnlich wie in Bolivien oder Ecuador die Grundlagen für eine sozial gerechtere Gesellschaft schaffen und vermutlich auch sichern sollte, dass er für eine zweite Amtszeit gewählt werden kann. Wie in den anderen Ländern kam es auch in Honduras zu Demonstrationen der Anhänger von Zelaya und Protesten der reicheren Schichten des Landes, die das verhindern wollten. Das Oberste Gericht hatte schließlich das Referendum als illegal bezeichnet. Zelaya, dessen Popularität nicht mehr sonderlich hoch war, wollte es aber dennoch durchführen, ohne eine legale Grundlage dafür zu haben. Die Entlassung des obersten Kommandeurs der Streitkräfte, die das Oberste Gericht wiederum als illegal verurteilte, hatte dann wohl endgültig den Militärputsch ausgelöst. Eine demokratische Lösung wäre freilich eine Amtsenthebung durch das Parlament gewesen, das nach dem Putsch jedoch einen angeblichen Rücktrittsbrief des Präsidenten angenommen [extern] hat, den dieser aber nicht geschrieben haben will, um dem Putsch einen rechtmäßigen Anschein zu geben und einen neuen Präsidenten einzusetzen..."

Ich frage mich, was selbst renommierte Redaktionen wie die Der-Tag-Redaktion des HR-Programmes h2-kultur zur Produktion von falschem Mist veranlasst? Stecken da irgendwelche Geheimdienste dahinter? Wollen konservative CIA-Kreise Barack Obama ans Bein pinkeln? Fragen wird man ja in unserer Bananenrepublik noch stellen dürfen...

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Montag, 29. Juni 2009

Bernhards Diktatur-Theorem

Solange es gute und schlechte Diktaturen gibt, stimmt etwas nicht mit der Demokratie.


Grundlage meines Theorems ist der Text Politische Verfolgung nach Putsch in Honduras. Dort heißt es im Wortlaut:

" Haus von Abgeordnetem gestürmt, Minister der Regierung Zelaya inhaftiert. FDP-nahe Stiftung spricht von “Rückkehr zu Rechtsstaat”. "
Also, die FDP scheint ein großes Problem zu haben, welches aber überhaupt nicht Medien-relevant zu sein scheint. Wären es hingegen Die Linken gewesen, ich verspreche es Ihnen, die dummdeutsche Medienmeute hätte versucht, sie zu zerfleischen. Das ist unsere Verfassungswirklichkeit. Und unsere Demokratie hat wohl ein Problem, wenn so etwas nicht in der breiten Massenöffentlichkeit aufgearbeitet wird oder vielmehr aufgearbeitet werden kann. Ach, suchen Sie sich es doch bitte selbst aus...

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