Samstag, 13. Dezember 2008

China - auch China schmiert ab

Um es kurz zu machen, wer den chinesichen Machthabern deren Zahlen ungeprüft abgenommen hat, ist selber schuld.

Heute möchte ich mich erstmalig der wirtschaftlichen Seite Chinas zuwenden. Warum? Bislang war eine ernsthafte Diskussion über die chinesische Binnenwirtschaft nur eingeschränkt möglich. Alles, was in den Medien steht, ist immer unter dem Aspekt chinesischer Propaganda zu lesen. Was die Onlineausgabe der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ online) jetzt aber schreibt, ist schon ein Pfund und ein Weblogeintrag wert, denn es kommen recht praxisnahe Zahlen auf den Tisch.

Ich zitiere:
"Chinas Wirtschaft droht eine «harte Landung»

Unerwartet schlechte Handelszahlen – Partei will Nachfrage stärken

pfi. Peking, 10. Dezember

Chinas Wirtschaftsexperten waren am Mittwochabend für einmal praktisch einhellig erstaunt. Hatte der Wert von Chinas Exporten im Oktober noch um 17,9% über demjenigen des Vorjahresmonats gelegen, so soll er im November nun zum ersten Mal seit sieben Jahren absolut zurückgegangen sein, und zwar um gleich 2,2%. Die Konsens-Erwartung von Ökonomen hatte auf einen Anstieg von 15% gelautet. ... . Noch drastischer, und zwar um 17,9% gegenüber dem Vorjahresmonat und um 19,5% gegenüber dem Vormonat, ist der Wert der Einfuhren eingebrochen. Das dürfte zu einem guten Teil mit dem Rückgang der Rohstoffpreise zu erklären sein, aber nicht nur. Chinesische Unternehmen haben in Erwartung einer weiter sinkenden Nachfrage offenbar schnell damit begonnen, ihre Einkäufe und ihre Produktion herunterzufahren. Darauf deutet auch der Energieverbrauch, der gegenüber dem Vorjahresmonat um 7% eingebrochen sein soll.
"

In China wird nur das zugegeben, was so gut wie offenkundig ist. Meine Lesart ist: In China, da brennt es. China ist genauso wie die USA betroffen. Nur das mit dem Verstaatlichen wird nicht so exzessiv werden, da in China noch vieles in der Hand der chinesischen Oberschicht [meist Parteinomenklatura wie in allen sozialistischen Ländern] ist. Von Staatsmacht zu reden, ist nur vordergründig richtig.

Egghat wies bereits Anfang des Monats auf den Abwärtstrend in China hin: Er berichtete über die wohl offen zugänglichen Immobilienpreise in Shanghai, China. Aber auch hier spielen die chinesischen Machthaber wieder das Kapitän-der-Titanic-Spiel. Vor uns ist nur ein kleiner Eisberg (der Rest ist unter Wasser, Pech gehabt)....

Mir tut nur das chinesische Volk leid, das immer mehr Hunger leiden muß.

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