Sonntag, 20. November 2011

Unwort des Jahres 2011: "Armutsgefährdet"

Lieber Leser,

mein Unwort des Jahres steht für dieses Jahr fest und lautet:

Armutsgefährdet

Die Menschen, die arm sind, als »armutsgefährdet« zu bezeichnen ist nicht nur falsch, sondern üble Meinungsmache und blanker Hohn. Bester Neusprech ist es hier, die Armut durch solche Ausdrücke wie »armutsgefährdet« zu relativieren. Es gibt schließlich eine große Armut in Deutschland. Das wegzureden ist unredlich. Deshalb sollte man das Wort »armutsgefährdet« zum Unwort des Jahres 2011 wählen.

Neuerdings wird viel von »marktkonformer Demokratie« gesprochen. Ich habe mir überlegt, ob dieser Ausdruck bei der Bestimmung des aktuellen Unwort des Jahres eine Rolle spielen könnte. Für mich taugt »marktkonforme Demokratie« aber weniger zu einem Unwort, schließlich konterkariert dieser Begriff als solcher schon die fortschreitende Entdemokratisierung, die stark durch die neoliberalen Parteien in Deutschland und in der EU forciert wird. »Marktkonforme Demokratie« hat einen entlarvenden Charakter, während hingegen »armutsgefährdet« von großer rhetorischer Heimtücke ist.

Gibt es andere Wörter als »armutsgefährdet«, die besser als dieses menschenverachtende Wort zum Unwort des Jahres 2011 taugen? Was meinen Sie?

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Montag, 24. Oktober 2011

Brandenburgs Polizeigesetz - DIE LINKE vor dem Aus?

In Brandenburg wurde ein neues "rot-rotes"-Polizeigesetz verabschiedet. Wenn sie den nachfolgenden Kommentar lesen, werden Sie sich sicherlich fragen, was an diesem Gesetz rot oder vielmehr links ist.

Der Kommentar von Andreas (Duckhome-Quellenlink) spricht Bände:

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Freitag, 21. Oktober 2011

Immer wieder Schade .... alle machen Politik .. nur wir nicht!

Lieber Leser,

Occupy Frankfurt ist immer noch recht aktiv - doch man vermisst irgendwie die lokale Abteilung der Partei DIE LINKE. in Frankfurt. Ich habe mich gefragt, was da los ist. Ein E-Mail-Text Annette Ludwigs, den ich hier übernehmen darf, spricht mir aus der Seele. Er bezieht sich auf Occupy Frankfurt in Verbindung mit der zeitgleichen berühmten Buchmesse, eigentlich eine linke bewegungspolitische Chance erster Güte.

Leider finde ich erst jetzt Zeit, diesen Text in mein Blog einzustellen. Bitte entschuldigen Sie dies.

Hier jetzt der immer noch hochaktuelle Text vom 14. Oktober 2011:

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Mittwoch, 19. Oktober 2011

Frankfurt am Main: Am 22. Oktober 2011 neue Demo von Occupy Frankfurt - bitte hingehen und mitmachen

Frisch von Facebook:

Die Demo ist hiermit offiziell angemeldet. Occupy Frankfurt ruft alle dazu auf.
Samstag, 22. Oktober, 12 Uhr am Rathenauplatz. Join the revolution!
Und wir planen für das näachste Wochenende fette Party. Kommt heute und morgen auf das Zelt und organisiert euch. Sound, Technik, Kabel, Strom, Helfer, Acts. Fight for your right to party, party for your right to fight!

Grüße, ReeveX
Übrigens, heute um 20:00 Uhr soll Trichet (EZB-Chef) in der Alten Oper Frankfurt verabschiedet werden. Ein Grund hinzugehen...


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Sonntag, 16. Oktober 2011

Occupy Germany! Der Tag aus Bloggersicht

5. Oktober 2011, ein Tag, den man sich merken sollte. Erstmals gingen in der ganzen Welt, in über 900 Städten, Menschen gegen das aus dem Ruder gelaufene Finanzsystem und für mehr demokratische Partizipation auf die Strasse. Auch in Deutschland gab es in vielen Städten Veranstaltungen und ein paar Blogger haben sich zusammengetan, um ein kleines Stimmungsbild des vergangenen Tages an verschiedenen Orten zu zeichnen.

Den Auftakt macht Florian “Fleur” Kortemme, vom Blog Fleurseur in Berlin, die Bilder dazu stammen von Manfred Hulverscheidt (auf dessem YouTube-Kanal Ihr auch ein paar Videos zum Tag finden könnt):

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Samstag, 24. September 2011

Ein besonderes Hohelied auf den Kapitalismus: Jarrow Song

Alan Price hat ein besonderes Hohelied auf den Kapitalismus gesungen. Es heißt Jarrow Song. Man muß wissen, dass 1936 207 verzweifelte erwerbslose Jarrower zu Fuß aufbrachen, um in London ihren Protest kundzutun. Hier das zugehörige Youtube-Video mit dem Song:

Musikvideo "Alan Price: Jarrow Song" ein- und ausblenden +/-

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Dienstag, 13. September 2011

Jobcenter in Frankreich verweigern sozialrassistische Handlungen

Andreas vom Duckhome-Blog liefert wieder einen Kommentar, den man sich nicht entgehen lassen darf (Link zum Kommentar):

Was Deutsche und Franzosen unterscheidet: Beispiel Jobcenter

Schöner Vergleich zweier Nachrichtenmeldungen. Zitat: "Nehmen wir zuerst die Meldung aus Köln. Das dortige Jobcenter beabsichtigt in nächster Zeit 200 Mitarbeiter zu entlassen. Daraufhin sind die Mitarbeiter in einen symbolischen Streik getreten. Jetzt kommt es, die Begründung für den Streik, ist die Angst vor der Arbeitslosigkeit und vor HARTZ-IV. Diese Angst ist natürlich begründet, denn viele der Mitarbeiter wissen nur zu genau, was sie erwartet. Haben sie nicht selten selber die menschenverachtenden Gesetze gegen Hartz-IV-Empfänger durchgesetzt? Viele von ihnen sind dabei skrupellos vorgegangen. Jetzt haben sie Angst, denn wenn sie jetzt plötzlich auf der anderen Seite des Schreibtisches stehen, bekommen sie die volle Härte der Gesetze zu spüren, die sie zuvor anderen angedeihen ließen.Mit der Solidarität derer, die sie "ihre Kunden" nennen, werden sie nicht rechnen können.

Das es auch ganz anders geht, zeigen uns wieder einmal die Franzosen. Dort erklären sich die Mitarbeiter der Jobcenter solidarisch mit den Arbeitssuchenden. Sie verweigern Zwangsmaßnahmen gegen sie und weigern sich, die "soziale Polizei" zu sein, angewiesen zur Unterdrückung. Die Mitarbeiter sagen: Unsere Aufgabe ist es vor allem, den Arbeitssuchenden zu helfen, eine Beschäftigung zu finden und das erwarten die Arbeitssuchenden von uns. Aber es gibt einfach keine Arbeit für alle. Weiter sagen sie: Wir schlagen Angebote vor, wir zwingen aber Angebote nicht auf. Wir werden die Arbeitssuchenden nicht zwangsweise in kleine Kästen stecken. Wir erpressen sie auch nicht mit Streichungen.

Liebe Leser, können Sie sich so etwas bei deutschen Jobcentern vorstellen?"

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Dienstag, 30. August 2011

Thunderbird-Problem: keine Bilder in E-Mails

Als sicherheitsbewußter User stellt man die Standardansicht für E-Mails auf reinen Text oder vereinfachtes HTML ein (Menü Ansicht --> Nachrichteninhalt). Damit wird generell das Herunterladen von Bildern unterbunden, auf die eine E-Mail (z. B. e-Mails von EBay) oder Newsletter verlinkt. Das sollte man wissen.

Möchte ich aber gelegentlich Bilder in einer HTML-e-Mail anschauen, bin ich gezwungen in den Nachrichteninhaltsmodus Original HTML zu wechseln. Nur in diesem Modus kann ich die Bilder zum Anschauen der HTML-e-Mails manuell nachladen!

Hintergrund für dieses relativ unhandliche Verfahren ist, dass das automatische Bilder-Nachladen ein hevorragendes Kommunikationsmittel für Spamer darstellt: Spam-e-Mails funken via Bilder nachladen nach Hause. Spamer wissen so, dass dieser e-Mail-Account existiert und dass die Spam-e-Mails gelesen werden...

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Freitag, 26. August 2011

Fidel-Castro-Geburtstagskarten: Hetze gegen die Partei DIE LINKE.

Wieder einmal ein Text zum Thema Meinungsmache. Andreas vom Blog Duckhome schildert in seiner Kolumne "Aufgespießt und kommentiert", Ausgabe 2011-08-24, ein Beispiel, wie gegen die Partei DIE LINKE. gehetzt wird (Quellenlink):

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Dienstag, 16. August 2011

Linke fällt auf Frank Schirrmacher (F.A.Z.) rein

Toll, die "Linken" in der Partei die Linke., die meinen, Sie bekämen jetzt endlich Anerkennung, wenn der Schirrmacher (F.A.Z.) schreibt:

Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat.

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Mittwoch, 10. August 2011

Bonmot zum Schutz des Kapitalismus

Das Zitat stammt aus der Frankfurter Rundschau. Seltsam wie sich das Bonmot dorthin verirrte. Ich habe es etwas abgeändert, um nicht einen Quellenlink setzen zu müssen. Hier das Bonmot:

Der Kapitalismus ist nicht vom Grundgesetz geschützt - Er ist, wie man inzwischen auch von deutschen Ökonomen vereinzelt zu hören bekommt, nicht einmal vor sich selbst geschützt.

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