Montag, 10. Dezember 2012

"Gewonnen haben wieder die, die immer gewinnen"

Beginn der »Pressemitteilung« des Arbeitskreises Christy Schwundeck zum Beschluss des OLG vom 19.11.2012:

“Gewonnen haben wieder die, die immer gewinnen.” So kommentierte Peter Schwundeck die Nachricht vom Oberlandesgericht Frankfurt, die ihn am 23.11.2012 erreichte: Es wird kein öffentliches Gerichtsverfahren geben, in dem die Umstände des Todes seiner Frau Christy aufgeklärt werden können.

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Montag, 3. Dezember 2012

Bereits 1946 war sich Hans Böckler des Endes des Kapitalismus bewußt...

Immer wieder wird das Ende des Kapitalismus angekündigt, so auch von Hans Böckler, der große deutsche Nachkriegsgewerkschaftsführer, 1946 auf dem gewerkschaftlichen 1. Interzonentreffen¹ in Hannover:
Der Kapitalismus liegt in seinen letzten Zügen.
Heute lesen wir so etwas mit einem bitteren Lächeln. Im Rückblick erscheint uns seine Aussage irgendwie naiv. Sind doch die deutschen Gewerkschaften heutzutage sozialdemokratischer denn je, was eine prokapitalistische Ausrichtung mit sich bringt.

Inwieweit im Gewerkschaftsmainstream derzeit ein Umdenken auch nur ansatzweise vorhanden ist, muß noch bewiesen werden. Vielfach hält sich eine Glaubensspaltung aufrecht, die einem Umdenken im Wege steht. Man glaubt an einen guten Kapitalismus (rheinländisch?) und an einen schlechten Kapitalismus (Finanzkapitalismus, angelsächsischer Kapitalismus, raffenden ...). Man glaubt an gute und schlechte Unternehmer (Vorsicht: Rassismus-Falle), als ob großzügige Unternehmen dem "Wettbewerb" gegenüber Bestand hätten. Man hängt auch geistig am Tropf des eigenen Unternehmens...

Menschen, die sich nicht in die Irre leiten lassen, sind solchen spalterischen Glaubenssätzen gegenüber sehr skeptisch. Zumindest kritische Interlektuelle drücken das klar aus und wissen um der Wandlungs- und Erneuerungsfähigkeit des Kapitalismus.

¹ Eberhard Schmidt: Die verhinderte Neuordnung 1945-1952, S. 68; Europäische Verlagsanstalt 1975 (6. Auflage, um ein Nachwort ergänzt), Frankfurt am Main und Köln. Dort (Fußnote 185) wurde verwiesen auf: Prot. 1. Interzonentreffen 1946 (46), 18.

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Freitag, 30. November 2012

Aktuelle Lesetipps - ein Experiment mit dem neuen Google Reader

Google hat im Herbst letzten Jahres den Google Reader zugunsten von Google Plus stark eingeschränkt. Netzwertig.com schrieb von einer Enttäuschung mit Ansage. Notizen gingen nicht mehr anzuhängen, der Abgriff wie Empfehlungsfeed funktionierte auch nicht mehr. Meine damalige Empfehlungsliste "Aktuelle Lesetipps" ging auch nicht mehr. Was nun?

Vor ein paar Tagen schaute ich in den Einstellungen des Google Readers nach und fand ein interessantes Java-Script auf der Einstellungsseite vor. Dieses ist nur dann auf der Google-Reader-Einstellungsseite sichtbar (Reiter "Ordner & Tags": "Clip hinzufügen"), das heißt aktiv und herauskopierbar, wenn das zugehörige "Tag" als öffentlich (statt privat - anklicken!) eingestuft worden ist. Wenn ich jetzt einzelne Einträge (abonnierter Feeds) mit dem als öffentlicht eingestuften Tag - ich gab dem Tag passenderweise den gleichlautenden Namen "öffentlich" - kategorisiere ("tagge"), erscheint dies in der Liste, die ich via dem zuvor angesprochenen Java-Script in meinem Blog platziert habe (siehe unten).

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Mittwoch, 28. November 2012

Mein Unwort des Jahres 2012: "Geringqualifiziert"

Lieber Leser,

mein persönliches Unwort für dieses Jahr steht jetzt fest und lautet:

"geringqualifiziert"

Der Begriff geringqualifiziert ist nicht gesetzlich definiert. In der sogenannte Förderstatistik der Bundesagentur für Arbeit wird das Personenmerkmal geringqualifiziert aus der DataMart Arbeitsmarktstatistik zum Eintrittsdatum ermittelt. Die Bundesagentur definiert geringqualifizierte Personen (warum schreibt man nicht: Menschen?) so: "Zielsetzung soll es sein, im Rahmen der Eingliederungsbilanz wichtige Informationen über Personengruppen am Arbeitsmarkt zu geben, die einem erhöhten Arbeitslosigkeitsrisiko unterliegen. Dazu gehören u.a. auch die Geringqualifizierten als Personen ohne oder mit veraltetem Berufsabschluss."

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Dienstag, 20. November 2012

Zum Israel-Hamas-Konflikt

Während Der Postilon in »Israelis und Palästinenser überzeugt, Spirale der Gewalt durch Gewalt beenden zu können« davon überzeugt ist, dass nur die Fortsetzung der Gewaltspirale eine wirkliche Lösung des Nahostkonflikts mit sich bringt, hat der Schreiber von Skit News einen gänzlich anderen Lösungsweg entdeckt. Ich darf im Wortlaut zitieren (Alle Rechte liegen beim Autor!):

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Mittwoch, 14. November 2012

Politisches Streikrecht für Deutschland - Bitte den Wiesbadener Appell unterschreiben...

 »Die Bundesrepublik Deutschland hat weltweit das rückständigste und restriktivste Streikrecht.« So der erste Satz des Wiesbadener Appells ¹.

Am Schluß des Wiesbadener Appells lesen wir, dass das (Streik-) Recht immer Ausdruck von wirtschaftlicher und politischer Macht ist. Dort heißt es abschließend: »Streikrechte sind elementare und soziale Menschenrechte, die erkämpft werden müssen«.

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Mittwoch, 3. Oktober 2012

Frankfurt am Main - Irrsinn im Quadrat: IGS West soll neues PPP-Projekt werden

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Bezirksverband Frankfurt (Kontakt: info@gew-frankfurt.de) hat folgende "Presseerklärung" herausgegeben, die ich nur des Inhalts wegen hier gern zum kritischen Durchlesen zur Verfügung stelle, damit wenigstens Sie informiert sind (in der Medienindustrie kaum oder nicht publiziert):

GEWERKSCHAFT ERZIEHUNG UND WISSENSCHAFTBEZIRKSVERBAND FRANKFURT
Bleichstr. 38a, 60313 Frankfurt, (069) 29 18 18, Fax (069) 29 18 19, info@gew-frankfurt.de

Vorsitzendenteam: Maike Wiedwald, Bettina Happ-Rohé

Pressemitteilung

Frankfurt, den 1.10.2012

Absolut unverständlich: Stadt Frankfurt will ein weiteres PPP-Finanzprodukt für 30 Jahre unterschreiben


Die GEW fordert: Kein weiteres Finanzprodukt für die Banken zu Lasten der Stadt! Für den GEW-Bezirksverband Frankfurt ist es absolut unverständlich, dass die Stadt Frankfurt die IGS-West als PPP-Projekt auf den Weg bringen will.

Für ein Investitionsvolumen von 25 bzw. 27 Mio € für die IGS-West ist die Stadt bereit, das Zweieinhalbfache, nämlich 67,5 Mio € auszugeben und damit ein weiteres Finanzprodukt mit einer Laufzeit von 30 Jahren auf den Markt zu bringen, an dem mehrere Beraterfirmen sowie Banken auf Kosten der Stadt verdienen sollen.
 

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Sonntag, 9. September 2012

Offener Brief über IOPS (International Organization for a Participatory Society)

von verschiedenen Autoren

Wir, die UnterzeichnerInnen des offenen Briefes von Noam Chomsky, Vandana Shiva, John Pilger, Boaventura de Sousa Santos und 40 weiteren Mitgliedern des vorläufigen Ausschusses der neuen Internationalen Organisation für eine partizipatorische Gesellschaft, hoffen, dass Ihr unseren Brief weiter verbreiten werdet, und noch mehr hoffen wir, dass Ihr Kommentare bezüglich der Zielsetzungen unserer Organisation, möglichen Auswirkungen, Perspektiven usw. veröffentlicht.

Ein offener Brief an alle, die nach einer neuen und besseren Welt streben:

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Mit Libreoffice html-Seiten abspeichern - zwei kleine Tipps

Wer kennt es nicht, das Problem, daß man feststellen muß, daß gerade das Blog, das einen interessanten Text hat oder sogar mehrere davon, dummerweise gelöscht war, als man nachlesen wollte. Oder man kann nachlesen, aber fortan gegen Entgelt. Lösung: Abspeichern auf der eigenen Festplatte zuhause. Es fragt sich bloß, wie am besten?

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Dienstag, 4. September 2012

Experimenteller FELIA-Infostand in Frankfurt-Höchst war sehr erfolgreich

Die große Flaniermeile ist die Königsteiner Str. in Frankfurt-Höchst zwar nicht, kann sich als Haupteinkaufsstraße eines Mittelzentrums dennoch sehen lassen. Auf besagter Königsteiner Str. betrieb die frankfurter Erwerbsloseninitiative FELIA - Frankfurter Erwerbslose in Aktion (kurz: FELIA) am letzten Samstag, den 1. September 2012, zur Haupteinkaufszeit einen experimentellen Informationsstand.

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Montag, 27. August 2012

Armut ist nichts für Boulevard-Formate

von Annette Ludwig

Die Sommerpause ist beendet und die Medienwelt stürzt sich auf ein Thema, was gänzlichungeeignet ist zur Unterhaltung zu dienen. Jauch, Maischberger usw. bedienen ein Thema, wo eine Neiddebatte herbeigeredet werden soll.

Die armen Reichen

Die armen Reichen, sie arbeiten unermüdlich, plagen sich, sind real gar nicht reich (laut UnternehmerRossmann). Sie können eigentlich gar nicht mit Geld umgehen, so äußert sich bei Maischberger eine Frau, deren Namen mir zu merken nicht möglich war, so groß war die Zumutung ihrer Aussage. Es gibt ihrer Meinung nach keine Arbeitslosen, nur Arbeitsscheue. Dass der Begriff "arbeitsscheu" von Nazis geprägt wurde, kann man ihr gar nicht verübeln, das Bildungsniveau der Person hat keine sonderliche Reichweite.

Wenn Elend beliebig wird

Ich will im Einzelnen auf die Akteure_Innen nicht eingehen, sondern aufzeichnen, dass eine große Gefahr darin steckt, wenn das Thema Armut immer beliebiger wird und letztlich nur noch zur Unterhaltung dient.

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