Donnerstag, 5. August 2010

Aufruf zu einem Mahngang, um der Opfer der Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki zu gedenken (Friedensinitiative Rödelheim)

Vorbemerkung: Die aktuelle US-Verfolgung von Wikileaks ist der Versuch, die Wahrheit weiter vollends verbiegen zu können, wie man am Beispiel Afghanistan derzeit unschwer erkennen kann. Die Geheimhaltungs- und Vernebelungspraktiken setzen sich vielfältig fort. Über das aktuelle frankfurter PPP-Drama berichtete ich bereits. Über den Atombombenabwurf über Hiroshima herrscht weiterhin die offzielle Auffassung vor, er wäre notwendig gewesen. Dies scheint aber nicht so zu sein, wie ich dem Aufruf Peter Gärtners entnehmen kann:

Autor: Peter Gärtner für die Friedensinitiative Rödelheim

Hiroshima-Tag, Freitag 6. August 2010 19.00 Uhr, Mahngang durch Rödelheim.

Am Freitag, dem 6. August 2010, jährt sich der Einsatz der ersten, gezielt gegen Menschen eingesetzten Nuklearwaffe zum fünfundsechzigsten Mal. Aus diesem Anlass veranstaltet die Friedensinitiative Rödelheim wieder einen Mahngang durch den Stadtteil Rödelheim, um der Opfer der beiden Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki zu gedenken.

Der Treffpunkt für Teilnehmer an dem Mahngang ist am Bahnhof Rödelheim / Baruch-Baschwitz-Platz um 19.00 Uhr. Bei Einbruch der Dunkelheit werden am ehem. Rödelheimer Freibad (Solmspark, am „Blauen Steg“) Lichter in die Nidda ausgesetzt.

Am 6. August 1946 wurde die erste amerikanische Atombombe auf Hiroshima abgeworfen, am 9. August erfolgte ein zweiter Atombombenabwurf auf die Stadt Nagasaki. In beiden Städten wurden etwa 130 000 Einwohner sofort getötet und über 100 000 verwundet. Noch heute leiden Menschen an den Spätfolgen der radioaktiven Verstrahlung.

Als erster bekannter Historiker stellte Gar Alperovitz die Begründung der US-Regierung für die Abwürfe in Frage. Die Rettung von US-Amerikanern durch Einsatz der Bombe zur schnellen Kriegsbeendigung sei nur ein Vorwand gewesen. Die Abwürfe hätten keine Invasion in Japan vermeiden, sondern die Sowjetunion von weiterem Vorrücken in Fernost abschrecken und ihr die Macht der USA vorführen sollen. Dass die Atombombeneinsätze militärisch nicht sinnvoll und notwendig waren, meinten einige damals führende US-Militärs wie Dwight D. Eisenhower, General Douglas Mac Arthur, Flottenadmiral William D. Leahy, Flottenadmiral Chester W. Nimitz.

Dass einige US-Historiker die Begründung der Abwürfe seit 1960 wegen damals veröffentlichter Dokumente der US-Airforce und der Diplomatie zunehmend kritisch beurteilen, hat das allgemeine Geschichtsbild noch kaum beeinflusst. Bis heute hat keine Regierung der USA eine offizielle Entschuldigung gegenüber den zivilen Opfern der Abwürfe und ihren Angehörigen abgegeben.

Für die Friedensinitiative Rödelheim
Peter Gärtner

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